Wissenschaftler vor seinen Kindern erschossen: Steckt die Pharmaindustrie dahinter?

Irvine (Kalifornien) - Wissenschaftler Tristan Beaudette wollte einfach nur mit seinen kleinen Töchtern zelten, als er in der Nacht vom 22. Juni von einem Unbekannten brutal erschossen wurde. Die Kinder blieben unversehrt. Die Polizei sucht nun akribisch nach dem Täter und vor allem nach dem Motiv der Tat.

Wurde Tristan Beaudette Opfer der Pharmaindustrie?
Wurde Tristan Beaudette Opfer der Pharmaindustrie?  © Facebook/ Erica Wu

Der 35-jährige Tristan Beaudette war nicht nur liebevoller Familienvater, sondern auch ein brillanter Wissenschaftler, der für den Pharma-Riesen "Allergan" arbeitete.

Dort wirkte er bei der Entwicklung pharmazeutischer Arzneimittel mit, arbeitete an alternativen Impfstoffen. 2009 veröffentlichte er sogar eine Studie darüber, die allerdings unter den Pharma-Unternehmen immer noch hitzig diskutiert wird.

Es verwundert nicht, dass heftig spekuliert wird, ob sein Tod mit seinem Beruf als Wissenschaftler und seinen Untersuchungen nach alternativen Impfstoffen zusammenhängen könnte.

Laut der US-amerikanischen Zeitung "Los Angeles Times" wurde Beaudette am 22. Juni von einem unbekannten Täter mehrere Male in den Oberkörper und in den Kopf geschossen. Seine beiden Kinder (2,4), mit denen er zum Zeitpunkt des Unglücks im Zelt im Malibu Creek State Park schlief, blieben komplett unversehrt.

Fest steht, dass der 35-Jährige im Zelt erschossen wurde. Unbekannt ist allerdings, wer ihn erschossen hat und aus welchem Grund. Weiterhin spekuliert die Polizei, ob die Schuss-Attacke auf Beaudette mit fünf weiteren Schießereien, die sich in den letzten zwei Jahren im Malibu Creek State Park ereignet haben, zusammenhängen könnte.

Beaudettes Frau Erica Wu und seine beiden Töchter trauern um den Wissenschaftler. Auf Facebook postete seine Partnerin einen rührenden Beitrag. Auf "GoFundMe" kann für Erica Wu und ihre beiden Töchter gespendet werden.

Der Tod von Beaudette bleibt zunächst für die Ermittler ein Rätsel. Ob die Pharmaindustrie hinter dem Mord steckt oder der Wissenschaftler ein weiteres Opfer der Schießerei-Serie war, kann die Polizei derzeit nicht sagen.