Die Spur führt auch nach Sachsen: Asylbewerber soll 85-Jährigen erstochen haben

Wittenburg/Zwickau - Am frühen Samstagmorgen ist in Wittenburg ein 85 Jahre alter Mann in seinem Einfamilienhaus mit einem Messer getötet worden. Ein 20-Jähriger steht unter dringendem Tatverdacht, teilte die Staatsanwaltschaft Schwerin mit.

In diesem Haus wurde der Rentner getötet.
In diesem Haus wurde der Rentner getötet.  © DPA / Axel Heimken

Es geschah gegen 2 Uhr in der Nacht. Ein Haushaltshelfer aus Bosnien, der im Haus des Opfers wohnt, sah die Tat über eine Kamera in einem Babyphone.

Der 20-jährige Täter und der Rentner Dietrich P. kannten sich. Der junge Asylbewerber aus Afghanistan war im August eine Woche mit der Pflege des alten Mannes betraut gewesen.

"Zur Tatzeit sollte er Hilfsarbeiten am Haus des Opfers ausführen", teilte die Staatsanwaltschaft am Sonntagmittag mit.

Anschließend flüchtete der Mann, konnte aber bereits wenig später gefasst werden. Er wurde direkt einer Haftrichterin vorgeführt, die den Vollzug der Untersuchungshaft anordnete.

Gegen den 20-Jährigen wurde Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes erlassen.

Das Motiv ist noch unklar. Anhaltspunkte auf eine politisch/religiös motivierte Tat schließt die Polizei aus.

Der Täter hat nach einem abgelehnten Asylantrag noch bis Ende 2019 einen Duldungsstatus einer sächsischen Behörde.

Weitere Einzelheiten wollen Staatsanwaltschaft und Polizei am Nachmittag bekannt geben.

Update 19.40 Uhr: Vermutlich wurde das Opfer im Schlaf getötet. Gegen den 20-jährigen Asylbewerber wurde Haftbefehl erlassen.

Er soll zuvor in einer Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Zwickau gelebt haben.

Die Polizei ermittelt.
Die Polizei ermittelt.  © DPA / Axel Heimken

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