So langsam surfen die Sachsen im Internet

Superschnelles Surfen überall? In Sachsen ist das eher nicht möglich.
Superschnelles Surfen überall? In Sachsen ist das eher nicht möglich.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Erst flog die Brieftaube, dann piepste das ISDN-Modem und inzwischen ist DSL die Kommunikationsverbindung der Stunde. Doch im modernen Internet surfen die Sachsen mächtig hinterher.

Statt auf der schnellen Surf-Welle pflügen Dresdner und Leipziger eher gemächlich durchs Internet. Das belegt jetzt eine Studie des Vergleichsportals Verivox.de.

In Dresden schlossen Internetnutzer im Jahr 2015 lediglich DSL-Tarife mit einer durchschnittlichen Bandbreite von 32 Mbit/Sekunde ab.

Damit lässt sich surfen, aber nicht besonders schnell. Dresden belegt sogar den zweitletzten Platz im Ranking, knapp vor Braunschweig.

Dresden belegt bundesweit den vorletzten Platz.
Dresden belegt bundesweit den vorletzten Platz.

Zum Vergleich: In Karlsruhe (70 Mbit/Sekunde) Köln und Mannheim (63 Mbit/Sekunde) sind schnelle Anschlüsse deutlich angesagter.

Einfacher Grund: „Der Internetausbau in dicht besiedelten Regionen ist für die Anbieter lukrativer. Je geringer die Bevölkerungsdichte ist, etwa in ostdeutschen Flächenländern wie Sachsen, desto höhere Kosten entstehen pro Kopf“, so Sven Ehrmann, Mitglied der Geschäftsführung von Verivox.

Immerhin: Im Tal der Ahnungslosen ist Dresden längst nicht mehr - nur die Verbindung in die weite Welt ist etwas langsamer ...

Fotos: imago


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