Antrag auf Abschuss der Thüringer Wölfin ist gestellt

Ohrdruf - Jetzt wird es eng für die Thüringer Wölfin. Das Umweltministerium hat am Donnerstag offiziell einen Antrag auf Abschuss der Wölfin eingereicht.

Die Wölfe bekam bereits zweimal Nachwuchs mit einem Haushund.
Die Wölfe bekam bereits zweimal Nachwuchs mit einem Haushund.

Ausnahmevorraussetzungen für die Tötung legen vor, so die TLZ. Die Wölfin hatte alleine in diesem Jahr 180 Nutztiere getötet - mehr als jeder andere Wolf in Deutschland.

Der Bauernverband hatte schon seit Monaten für einen Abschuss plädiert, erklärte, dass die Wölfin kein Arttypisches Verhalten mehr an den Tag lege und sogar Schutzwände nur für Wölfe einfach überspringen würde.

Nachdem sie dann in der vergangenen Woche 24 Schafe in nur einer Nacht riss, hatte das Umweltministerium erklärt, dass nun ein Antrag auf Abschuss gestellt werden solle, am Donnerstag war es nun soweit. "Es ist weder ein schöner, noch ein einfacher Schritt, aber ein notwendiger", sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) zu dem Antrag.

Auch der Nachwuchs der Wölfin, den sie mit einem Haushund gezeugt hatte, steht auf der Abschussliste.

Die Jungtiere sollen getötet werden, bevor sie abwandern und sich mit anderen Wölfen paaren können, dass würde das Genmaterial der reinrassigen Wölfe bedrohen.

Noch ist der Antrag zum Abschuss der Muttertiers nicht genehmigt. Erst am Donnerstag hatte der Bundestag zudem ein Gesetz verabschiedet, dass der Abschuss von Wölfen erleichtern soll. Dabei dürfen solange Wölfe aus einem Rudel geschossen werden, bis die Angriffe auf Nutztiere gestoppt sind.

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