Greta, E-Scooter oder Fridays for Future? Welches wird das Wort des Jahres?

Wiesbaden - Die Gesellschaft für deutsche Sprache gibt am Freitag (10 Uhr) in Wiesbaden die Wörter des Jahres 2019 bekannt.

Im Wiesbadener Rathaus werden am Freitag die Wörter des Jahres vorgestellt (Symbolbild).
Im Wiesbadener Rathaus werden am Freitag die Wörter des Jahres vorgestellt (Symbolbild).  © dpa/Tim Brakemeier

Mit der Aktion werden regelmäßig Begriffe gekürt, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres nach Ansicht der Jury sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben.

Im vergangenen Jahr war es "Heißzeit" gewesen, 2017 hatte es "Jamaika-Aus" an die Spitze geschafft.

Für einen Platz auf der Liste ist laut GfdS nicht die Häufigkeit entscheidend, sondern die Signifikanz und Popularität. Die Sprachwissenschaftler sehen ihre Auswahl als Beitrag zur Zeitgeschichte.

Die ausgewählten Wörter und Wendungen seien aber mit keinerlei Wertung oder Empfehlung verbunden.

Wort des Jahres steht fest!

Update 10.17 Uhr: "Respektrente" ist das Wort des Jahres 2019. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache am Freitag in Wiesbaden mitgeteilt.

Auf den Plätzen zwei und drei landeten "Rollerchaos" und "Fridays for Future".

Minister Heil freut sich über "Respektrente" als Wort des Jahres

Update 11.50 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil freut sich über die Kür des Begriffs "Respektrente" zum Wort des Jahres. "Das zeigt, dass nicht nur der Begriff, sondern auch die Inhalte unserer Grundrente viele Menschen erreichen", sagte der SPD-Politiker am Freitag. "Die Respektrente erkennt die Lebensleistung von Menschen an, die jeden Tag hart arbeiten und dieses Land am Laufen halten."

Die Grundrente sei auch Ausdruck des Respekts gegenüber Frauen, die für Kindererziehung und Pflege von Angehörigen beruflich zurücksteckten und Teilzeit arbeiteten. Die Auszeichnung als Wort des Jahres zeige, dass es sich lohne, die Vermittlung politischer Ziele gleichermaßen sorgsam und kreativ anzugehen, sagte Heil.

Mit dem SPD-Minister war der Begriff "Respektrente" dieses Jahr in der Rentendebatte maßgeblich in Verbindung gebracht worden. Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hatte das Wort des Jahres am Vormittag in Wiesbaden bekanntgegeben.

Titelfoto: dpa/Tim Brakemeier


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