Müssen jetzt tausende Dresdner Mieter zittern?

Thomas Blümel (49, SPD, links) und „Vonovia“-Boss Rolf Buch (50).
Thomas Blümel (49, SPD, links) und „Vonovia“-Boss Rolf Buch (50).

Von Dirk Hein

Dresden - Bewegung am Dresdner Immobilienmarkt: Nachdem erst im letzten Jahr Gagfah und Deutsche Annington zur Vonovia, dem größten Wohnungsunternehmen Deutschlands, fusionierten, soll mit einem 14-Milliarden-Deal der nächstgrößere Anbieter geschluckt werden.

Durch die geplante Übernahme der „Deutsche Wohnen“ würde der Wohnungsbestand dann von derzeit 370 000 auf über 500 000 Wohnungen steigen.

Doch was bedeutet dieser Deal für Dresden?

In der Landeshauptstadt kämen zu den aktuell etwa 38 000 Vonovia-Wohnungen 2 200 Wohnungen (1000 davon in Prohlis) der Deutsche Wohnen dazu.

Für die Mieter der Dresdner Vonovia- Wohnungen würde sich durch den Mega- Deal nur wenig ändern.
Für die Mieter der Dresdner Vonovia- Wohnungen würde sich durch den Mega- Deal nur wenig ändern.

„Dresden wäre nicht mehr unser größter Einzelstandort. Die Wohnungen würden aber so bewirtschaftet wie aktuell“, so Vonovia-Sprecherin Bettina Benner.

Ähnlich äußert sich Mathias Wagner vom Desdner Mieterverein. „Es würde sich wenig ändern. Die Marktmacht erhöht sich mit 2 200 zusätzlichen Wohnungen nur wenig. Beide Unternehmen unterscheiden sich zum Beispiel im Umgang mit den Mietern kaum.

Deutlich mehr Bedenken äußerte der Fraktionsgeschäftsführer der Dresdner SPD. „Es droht ein Rückfall in die Zeiten des unglücklichen Gagfah-Startes. Statt immer neu zu kaufen sollten sich die Vonovia-Chefs endlich einmal in Dresden blicken lassen“, sagt Thomas Blümel.

Sicher ist der Deal übrigens noch nicht.

Gestern Abend lehnte die Deutsche Wohnen das Angebot vorerst ab.

Fotos: Steffen Füssel, imago/Sven Simon, dpa/ Roland Weihrauch


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0