242 neue Wohnungen! Hier geht jetzt die Post ab

Milliarden-Investor Christoph Gröner (48) gestaltet den Postplatz um.
Milliarden-Investor Christoph Gröner (48) gestaltet den Postplatz um.

Von Dirk Hein

Dresden - An der alten Oberpostdirektion am Postplatz rollen die Bagger an. Zwei der vier Gebäude werden abgerissen. Bis Frühjahr 2018 werden für 63,4 Millionen Euro 242 neue Wohnungen entstehen.

1876 im Stil der italienischen Renaissance erbaut, verfiel die einstige Oberpostdirektion in den letzten Jahren immer mehr. Jetzt wird das gesamte Areal umgestaltet.

Der Flachbau an der Annenstraße wurde bereits weitgehend abgerissen. Aktuell nagen sich die Bagger durch den zweiten, komplett entkernten Seitenflügel.

Die parallel zur Marienstraße stehenden Gebäude bleiben hingegen erhalten.

Stück für Stück knabbern sich die Bagger am Postplatz durch das zur Oberpostdirektion gehörende alte Telegrafenamt
Stück für Stück knabbern sich die Bagger am Postplatz durch das zur Oberpostdirektion gehörende alte Telegrafenamt

Das Telegrafenamt in vorderer Reihe wird aus statischen Gründen um eine Etage „geköpft“.

Obendrauf kommen zwei neue Etagen. Das Gebäude der eigentlich Oberpostdirektion im Hintergrund wird um drei Etagen erhöht.

Zusammen mit den Neubauten (sieben Etagen) entsteht so die „Residenz am Postplatz“. Die Grundsteinlegung ist für August geplant.

„Im Frühjahr 2018 soll alles fertig sein“, sagt Bert Wilde (52), Dresdner Niederlassungsleiter der CG Gruppe.

Die Leipziger CG Gruppe um Christoph Gröner (48) investiert am Postplatz ebenfalls in den Neubau der „MaryAnn Apartments“.

Dafür wird wahrscheinlich frühestens im Herbst das alte Fernmeldeamt („Telekom-Gebäude“) abgerissen.

So soll die neue „Residenz am Postplatz“ ab Frühling 2018 aussehen.
So soll die neue „Residenz am Postplatz“ ab Frühling 2018 aussehen.

FDP-Zastrow: Hochhäuser gegen Wohnungsmangel

„Dresden braucht mehr Hochhäuser“, fordert FDP-Chef Holger Zastrow (47).
„Dresden braucht mehr Hochhäuser“, fordert FDP-Chef Holger Zastrow (47).

Nicht nur rund um den Postplatz, sondern mittlerweile fast in der gesamten Stadt sind neue Baugrundstücke Mangelware. FDP-Chef Holger Zastrow (47) will der dadurch drohenden Wohnungsnot mit einem für Dresden radikalen Ansatz gegensteuern.

„Wenn Flächen fehlen, muss auch in Dresden, wie in Berlin oder München üblich, endlich in die Höhe gebaut werden“, fordert Zastrow.

Konkret soll die Stadt darüber nachdenken, außerhalb des historischen Stadtkerns die bisher in der Diskussion undenkbaren Hochhäuser zu bauen. Mögliche wären laut Zastrow 14-Geschosser ähnlich der sanierten Studentwohnheime an der Wundtstraße.

Ein Trend, der tatsächlich auch für Dresden realistisch werden kann. Der Gagfah-Nachfolger Vonovia hat gerade erst angekündigt, auf bestehende Gebäude neue Etagen aufzusetzen.

Die WGJ ist bereits einen Schritt weiter und stockt momentan an der Blasewitzer Straße zwei Etagen auf.

Fotos: Norbert Neumann, Thomas Türpe, CG Gruppe/bloomimages, Steffen Füssel


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