Viel zu wenig Neubau: Berlin fehlen 31.000 Wohnungen

In den vergangenen Jahren wurden in Berlin nur 25 Prozent der Wohnungen gebaut, die eigentlich gebraucht würden.
In den vergangenen Jahren wurden in Berlin nur 25 Prozent der Wohnungen gebaut, die eigentlich gebraucht würden.  © DPA

Berlin - Im stark wachsenden Berlin müssten in den kommenden drei Jahren einer Studie zufolge jährlich mehr als 31.200 Wohnungen gebaut werden, sonst drohen Wohnraummangel und weiter explodierende Mieten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Damit müsste in den kommenden vier Jahren das aufgeholt werden, was in der Vergangenheit versäumt wurde.

In Berlin wurden seit 2011 nur 25 Prozent der Wohnungen vom eigentlichen Bedarf gebaut, und das auch noch meist an der Nachfrage vorbei. Vor allem fehlt es an Drei- bis Vierraumwohnungen.

Um dieses Lücke zu schließen müssten jährlich mehr als 31.000 Wohnungen gebaut werden, davon allein 15.430 mit drei oder vier Räumen.

Zum Vergleich: In den Jahren 2011 bis 2015 entstanden im Jahr durchschnittlich nur 7700 Wohnungen.

"Es wird deutlich, dass gerade Berlin eine deutlich zu niedrige Bautätigkeit aufweist und lediglich 25 Prozent seines Bedarfs deckt", wird in der Studie kritisiert.

"Für den Bau neuer Wohnungen ist es wichtig, dass die Groß- städte schnell Bauland auf bisher nicht effizient genutzten Flächen bereitstellen. Zudem müssen die Kommunen sowohl Eigentümer als auch Investoren dabei unterstützen, Umbaumaßnahmen und Aufstockungen wie beispielsweise den Dachgeschossausbau durch Lockerungen von Verordnungen durchzuführen", wird von den Machern der Studie empfohlen.

Die Studie stützt sich auf Zuwanderungszahlen und Wanderungsprognosen.

Titelfoto: DPA


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