Wohnungsnot in Frankfurt: Mietenwahnsinn-Demo an der Hauptwache

Frankfurt am Main - Mehr als 100 Menschen versammelten sich am Samstag auf der Hauptwache, um gegen die grassierende Wohnungsnot und die Mietpreise in der Mainmetropole zu demonstrieren.

Die Demonstranten versammelten sich auf der Hauptwache in Frankfurt.
Die Demonstranten versammelten sich auf der Hauptwache in Frankfurt.  © TAG24/Florian Gürtler

Die Demo in Frankfurt unter dem Motto "Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" ist Teil eines europaweiten Aktionstages gegen steigende Mieten und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Die größte Demonstration in Deutschland wurde in Berlin erwartet.

In Frankfurt hatte ein Bündnis von mehr als 40 Gruppen und Initiativen zu der Demonstration aufgerufen. Darunter war auch die Initiative "Mietentscheid Frankfurt", die ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht hat, um für günstigere Mieten in der Stadt zu sorgen (TAG24 berichtete).

"Auch wenn die explodierenden Mieten inzwischen Gegenstand der politischen Auseinandersetzung sind, ist von einer effektiven Politik für mehr bezahlbaren Wohnraum auf Bundes- und Landesebene, aber auch in den Kommunen wenig zu sehen. Das gilt insbesondere auch für Frankfurt", sagte im Vorfeld der Demonstration Luca Hemmerich vom Frankfurter Mietentscheid-Bündnis.

Neubauwohnungen in Frankfurt zu enormen Preisen

Mehr als 100 Personen nahmen an der Demonstration teil.
Mehr als 100 Personen nahmen an der Demonstration teil.  © TAG24/Florian Gürtler

Tatsächlich ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum schon lange ein brennendes Thema in der Stadt.

Erst im März kam ein Gutachten zu dem Ergebnis, dass es in Frankfurt kaum noch freie Wohnungen gebe (TAG24 berichtete).

Auch der Bau von neuen Wohnungen alleine scheint das Problem der Wohnungsnot nicht lindern zu können. Im Januar ergaben Berechnungen im Auftrag des ARD-Magazins Panorama, dass eine durchschnittliche Drei-Zimmer-Neubauwohnung in Frankfurt monatlich 1450 Euro Miete kostet (TAG24 berichtete). Für eine Familie mit geringem oder durchschnittlichem Einkommen ist das nicht oder nur schwer zu bezahlen.

Im August letzten Jahres belegte zudem eine Hochrechnung des Pestel-Instituts, wie gravierend der Wohnraum-Mangel in Hessen ist – mit besonderem Schwerpunkt auf dem Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main.

Die Rede war von gut 80.000 fehlenden Wohnungen in Hessen (TAG24 berichtete).

Das Foto zeigt eines der Plakate der Demonstranten auf der Frankfurter Hauptwache.
Das Foto zeigt eines der Plakate der Demonstranten auf der Frankfurter Hauptwache.  © TAG24/Florian Gürtler

Titelfoto: TAG24/Florian Gürtler

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