Ziel in Gefahr! Berlin schafft nur halb so viele neue Wohnungen wie geplant

Der Senat hinkt mit seinen Zielen 30.000 neue Wohnungen zu schaffen hinterher.
Der Senat hinkt mit seinen Zielen 30.000 neue Wohnungen zu schaffen hinterher.  © DPA

Berlin - Die rot-rot-grüne Koalition in Berlin hinkt ihren Zielen beim Wohnungsbau hinterher. Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) rechnet für dieses Jahr mit etwa 3000 neuen landeseigenen Wohnungen, wie eine Sprecherin am Freitag erklärte.

Damit wackelt das Vorhaben, in der bis 2021 laufenden Legislaturperiode von den städtischen Gesellschaften 30.000 neue Wohnungen bauen zu lassen. Denn um dieses Ziel zu erreichen, müssten pro Jahr durchschnittlich 6000 landeseigene Wohnungen gebaut werden.

Die Sprecherin betonte jedoch: "Wir halten an unserer Zielstellung weiter fest." Es sei eine Tendenz nach oben erkennbar. 2017 seien so viele landeseigene Wohnungen entstanden wie in den gesamten drei Jahren zuvor. Schon heute sei der Neubau von 27.000 Wohnungen durch städtische Gesellschaften abgesichert.

Die aktuellen Zahlen stammen aus einem Bericht Lompschers an den Senat, über den zunächst die "Berliner Morgenpost" berichtet hatte. Dort verweist die Senatorin nach Recherchen der Zeitung auf Verzögerungen bei Ausschreibungsverfahren und der Beschaffung geeigneter Grundstücke, aber auch lange Bearbeitungszeiten wegen mangelnder Personalausstattung der Bezirke und Anwohnerklagen.

Aus Sicht der CDU geht der Senat das Thema falsch an. "Privater Wohnungsbau ist unter Rot-Rot-Grün nicht gewollt", erklärte der Bau- Experte der CDU-Fraktion, Christian Gräff. Bisher seien aber 90 Prozent des Neubaus von privaten Investoren geleistet worden.


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