Wohnungsnot in Berlin: So werden die Suchenden abgezockt

Interessenten bei einer Besichtigung. (Symbolbild)
Interessenten bei einer Besichtigung. (Symbolbild)  © DPA

Berlin - In der Hauptstadt sind Wohnungen weiter heiß begehrt. Das wollen auch Makler und Vermieter ausnutzen. Sie versuchen mit den Suchenden an Geld zu kommen.

Das liegt dem Berliner Kurier zufolge an einer Gesetzesänderung von vor zwei Jahren. Die Kosten für den Makler, trägt nun der, der ihn auch beauftragt. In den meisten Fällen sind das Immobilienfirmen. Diese holen sich dann das Geld vom Mieter zurück.

Der Berliner Kurier berichtet von einem besonders dreisten Abzock-Fall. Ein Makler verlangte vor einger Zeit keine Gebühren, dafür aber allein 250 Euro für die Unterlagen. Zudem verlangte er noch 200 Euro für die Besichtigung plus Anreisegebühren.

Der jüngste Fall kommt dem Bericht nach aus Weißensee. Ein Familienvater entdeckt eine Wohnung. Er hat Interesse und möchte einen Besichtigungstermin ausmachen. In dem angehängten Bewerbungsbogen hieß es, dass alle Angaben verbindlich seien. Wer eine Zusage erhält, dann aber doch kein Interesse mehr hat, der muss außerdem eine Aufwandsentschädigung von 59,50 Euro zahlen. Zudem richte sich das Angebot an Gewerbetreibende.

Das hat einen Grund, wie Wibke Werner vom Berliner Mieterverein dem Berliner Kurier erklärt. Vermieter könnten sich bei Gewerbetreibenden mehr rausnehmen. Notfalls auch diese Aufwandsentschädigung. Bei normalen Mietern gehe das nicht. Sie spricht von: "Umgehungstatbestand und Zweckentfremdung".


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