Klarer Fall von Kindchenschema: Wolf-Babys neue Stars im Wildpark

Wer groß und stark werden will, braucht viele Nuckelflaschen.
Wer groß und stark werden will, braucht viele Nuckelflaschen.  © DPA

Groß Schönebeck - Während Brandenburg als erstes Bundesland ein Regelwerk im Umgang mit dem "Problemwolf" auf den Weg gebracht hat, verzaubern drei zuckersüße Neuzugänge im Wildpark Schorfheide die Mark und restliche Bundesrepublik.

Ach, sind die süß! Drei Mini-Wölfe, allesamt Flaschenkinder, haben am Donnerstag ihr Aufzuchtgehege in Groß Schönebeck (Barnim) bezogen. Parkchefin Imke Heyter hat die Tiere vor knapp zwei Wochen aus dem Zoo Gotha bekommen und im heimischen Wohnzimmer aufgepäppelt. Seitdem hat sie nicht viel Schlaf bekommen. "Alle drei Stunden musste ich Fläschchen geben. Sie haben sich gut entwickelt."

Im Gothaer Zoo kamen vor rund fünf Wochen vier Welpen zur Welt. "Weil die Thüringer nicht genug Platz hatten, haben wir sie übernommen", erklärte Heyter. In Groß Schönebeck finden Ailaf, Malina und Mayaa, so wurden die Welpen getauft, ideale Bedingungen. Vom Altrudel seien nur noch zwei Tiere übrig geblieben. "Wir haben ein Aufzuchtgehege. Dort können sie sich an den Waldboden gewöhnen", erklärte sie. Erst wenn die kleinen Fleisch fressen, können sie zu den Altwölfen.

Die Handaufzuchten seien für Heyter nahezu ideal, da sie an den Menschen gewöhnt seien und so besser von Parkbesuchern studiert werden könnten. "Natürlich ist der Wolf ein Beutegreifer. Zur Wahrheit gehört auch, dass er ein soziales Tier ist", unterstrich sie.

Viele Menschen hätten vom Wolf ein falsches Bild. Heyter hofft, dass die drei Kleinen dieses ein wenig geraderücken können.

Noch etwas schüchtern wirken dir drei 32 Tage alten Wolfswelpen im Freigehege im Wildpark Schorfheide.
Noch etwas schüchtern wirken dir drei 32 Tage alten Wolfswelpen im Freigehege im Wildpark Schorfheide.  © DPA

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