Wie sicher sind die Wälder? Wolf breitet sich aus

Karlsruhe - Der Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg ist davon überzeugt, dass sich der Wolf in den nächsten zwei bis drei Jahren auch außerhalb des Nordschwarzwaldes ansiedeln wird.

Der Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg befürchtet, dass immer mehr Schäfer das Land verlassen werden.
Der Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg befürchtet, dass immer mehr Schäfer das Land verlassen werden.  © Julian Stratenschulte/dpa

Dafür sprächen Sichtungen im Landkreis Waldshut und im Neckar-Odenwald-Kreis, sagte eine Sprecherin des Verbands. Die Folge könnte sein, dass weitere sogenannte Förderkulissen Wolfsprävention ausgewiesen werden - mit entsprechenden hohen Anforderungen für die Schafhalter.

Sie müssten ihre Tiere dann auch dort mit speziellen Zäunen schützen, um im Fall einer Wolfsattacke Entschädigungen vom Land erhalten zu können. Mehr und mehr Schafhalter werden aufgeben, befürchtet der Verband.

Bisher seien zwischen 2017 und 2020 rund 11.000 Euro Entschädigung für getötete Nutztiere geflossen, berichtet das Umweltministerium. 230 Anträge auf Fördermittel für Herdenschutzmaßnahmen seien gestellt worden. Das Land habe dafür rund 671.000 Euro bewilligt.

Im Südwesten gibt es bislang nur eine solche Förderkulisse mit einem dort ansässigen Wolf. Innerhalb dieses etwa 3700 Quadratkilometer großen Gebietes müssen Schafhalter ihre Tiere etwa mit Elektrozäunen schützen, wenn sie im Fall eines Wolfsrisses Geld vom Land möchten.

Ein Wolf läuft im Jagdrevier Altschweierer Wald zwischen Hundseck und Untersmatt, aufgenommen von einer Fotofalle. (Archivbild)
Ein Wolf läuft im Jagdrevier Altschweierer Wald zwischen Hundseck und Untersmatt, aufgenommen von einer Fotofalle. (Archivbild)  © Roland Hostert/Stadt Bühl/dpa

Titelfoto: Roland Hostert/Stadt Bühl/dpa

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