Alles Gute, Stumpi!

Dresden - Wolfgang Stumph kam am 31. Januar 1946 in Radków, Polen, zur Welt, das heißt: Am Sonntag ist sein 70. Geburtstag! Wir lassen "Stumpis" Leben in Bildern Revue passieren.

1947, Kleinkind

Der kleine Wolfgang, gerade ein Jahr alt. Neugierig schaut er in die Welt, von der er noch nicht viel weiß. Der Vater war im Krieg geblieben, die Mutter zog den Sohn alleine auf. Zur neuen Heimat für die kleine Familie wurde Dresden.

1952, Einschulung

Da steht er, das Haar sauber gescheitelt, den Ranzen auf dem Rücken, die Zuckertüte in den Armen. "Zum ersten Schultag" ist auf der Zuckertüte zu lesen. Die stolze und selbstbewusste Miene verrät: Auch der kleine "Stumpi" wusste schon genau, was er wollte.

1967, Kunst und Kesselbau

Kesselbauer, das war Stumphs erster erlernter Beruf. Nach dem Wehrdienst studierte er in Karl-Marx-Stadt Ingenieurpädagogik. Aber schon damals stand ihm der Sinn nach Theater. Hier richtet der schlaksige Jüngling die Bühne für das Studentenkabarett her, in dem er spielte.

1974, cool wie ein Dandy

Hier der Beruf, dort die Leidenschaft - und die hieß für Wolfgang Stumph Kabarett. Im Robotron-Betriebsensemble "Lachkarte" gehörte er zu den Leistungsträgern. Lässig und cool ging er die Sache an und wurde von den Kollegen bewundert, wie dieses Fotobeweist.

1980er, Duett mit Christine

Stumph war noch nicht 20, als er sich mit Christine verlobte, die bald darauf seine Ehefrau wurde und es bis heute ist. Keine ausschließlich private Leidenschaft, sondern ebenso eine künstlerische, wie diese Aufnahme von einem gemeinsamen Auftritt zeigt. Bald darauf stieg Stumph bei der Herkuleskeule ein.

1999, ein deutscher Star

Stolz hält Stumph die "Goldene Henne" in der Hand, es ist seine zweite. 53 Jahre alt wurde er in diesem Jahr und war längst ein gesamtdeutscher Fernseh-Star. In Hamburg ermittelt er als Kommissar Stubbe. 50 Folgen hält er durch.

2003, Dresden über alles

Stumpi in Dresden, im Hintergrund sieht man die Semperoper. Wo immer er auftritt, versteht sich der Schauspieler als Markenbotschafter seiner Heimatstadt. Kein anderer hat Dresden in den Jahren seit der Wende so oft auf den Bildschirm gebracht wie er.

2015, Glückskind

So gelassen wie zufrieden kann Wolfgang Stumph, hier auf der Freitreppe von Schloss Pillnitz, auf die Vergangenheit und in die Zukunft schauen. Immer noch ist er bestens im Geschäft, keine Spur von Ruhestand. Stumpi genießt den Luxus, dass er sich seine Projekte aussuchen kann, dass er machen kann, was er will. Aber das hat er ja eigentlich immer schon getan.

Fotos: Archiv (3), René Kasprzack (1), Doris Berg (1), dpa (1), Thomas Ernst (1), imago (1)


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