Vom Weg abgekommen: Tiefensee entschuldigt sich für Fehler der SPD

Arnstadt - Thüringens SPD-Vorsitzender Wolfgang Tiefensee hat sich bei den Wählern für Fehlentscheidungen der SPD entschuldigt.

Wolfgang Tiefensee soll in Arnstadt zum Spitzenkandidaten der SPD gewählt werden.
Wolfgang Tiefensee soll in Arnstadt zum Spitzenkandidaten der SPD gewählt werden.  © DPA

In einigen sozialen Fragen sei die Partei in der Vergangenheit vom Pfad abgekommen, sagte Tiefensee am Samstag auf einem Landesparteitag in Arnstadt.

Tiefensee verlangte unter anderem eine politische Entscheidung zur Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde ab 2021, Hartz-IV-Reformen sowie einen Lohnzuschlag von zehn Prozent für Leiharbeiter vom ersten Tag ihres Einsatzes an.

Tiefensee: "Wir müssen zulegen, nicht nur bei den Umfragen, auch in unserer Arbeit." Er soll auf dem Parteitag bei Vorstandswahlen im Amt bestätigt und zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2019 gekürt werden.

In einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Thüringer Zeitungen der Funke-Mediengruppe kam die SPD auf 12 Prozent. Das entspricht etwa dem Niveau der Landtagswahl 2014, als die Sozialdemokraten mit 12,4 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit der Wiedervereinigung verbuchten.

Die SPD ist in Thüringen Juniorpartner der Linken in einer rot-rot-grünen Koalition.

Auf dem Parteitag sollen die Weichen für die Wahlen 2019 gestellt werden.
Auf dem Parteitag sollen die Weichen für die Wahlen 2019 gestellt werden.  © DPA

Titelfoto: DPA

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