Fünffache Mutter will ihre Horror-Ehe retten und bezahlt beinahe mit ihrem Leben

Wolverhampton - Was Lucy Mears (37) aus Wolverhampton beim Versuch, ihre vor dem Aus stehende Ehe doch noch irgendwie zu retten, erlebt hat, hätte die Mutter von fünf Kindern beinahe das Leben gekostet.

Lucy Mears hätte den Versuch, ihre Ehe zu retten, beinahe mit dem Leben bezahlt.
Lucy Mears hätte den Versuch, ihre Ehe zu retten, beinahe mit dem Leben bezahlt.  © Screenshot/Facebook Lucy Mears

Die 37-Jährige war laut eines Berichts des britischen Portals Birmingham Live mit ihrem Mann auf einem Wochenendtrip anlässlich seines Geburtstages, der eigentlich den Hintergrund hatte, die Differenzen aus dem Weg zu räumen und als Paar so nochmals eine gemeinsame Zukunft haben zu können.

Mears, die trotz vielen Jahren, in denen sie psychische wie auch physische Gewalt durch ihren Gatten, der namentlich nicht genannt wird, ertragen musste, hatte trotz allem noch immer ein Fünkchen Hoffnung, dass am Ende alles gut werden würde.

Sie täuschte sich jedoch - mit schrecklichen Folgen. Mears wurde von dem lautstarken Zuschlagen der Zimmertür in einem Hotelzimmer in Newcastle geweckt. Ihr Ehemann brach in eine Hasstirade aus.

"Ich habe auf dem Bett gekniet und gefragt, was nicht stimmt", erinnerte sich die Britin an den Moment, der für sie den Beginn von Höllenqualen bedeutete, im Gespräch mit der Zeitung: "Er hat mir dann auf meine linke Wange geschlagen."

Sie sei in der Folge vom Bett gefallen und habe gesagt, er solle das "nie wieder tun".

Es sollten wenige und in dieser Situation selbstverständliche Worte sein, die ihren Mann allerdings dazu veranlassten, auf sie loszugehen. Mears wurde getreten, geschlagen und herumgeschleudert. Sie schrie um Hilfe. Hilfe, die aber nicht kam.

"Wir waren in dieser Nacht die einzigen Gäste auf unserer Etage", erklärte Mears.

Entscheidung in Hotel rettet Lucy Mears wohl das Leben

Lucy Mears konnte die schlimme Zeit inzwischen zumindest etwas hinter sich lassen.
Lucy Mears konnte die schlimme Zeit inzwischen zumindest etwas hinter sich lassen.  © Screenshot/Facebook Lucy Mears

Alles Flehen half nicht. "Ich habe ihm in die Augen geschaut, dort war nichts", blickte sie zurück. Es sei ein Anblick gewesen, der sie lange verfolgt habe: "Ich konnte mehrere Monate nicht schlafen. Jedes Mal, wenn ich meine Augen geschlossen habe, habe ich sein Gesicht gesehen."

Irgendwann wurde Mears aufgrund der Gewalt, die ihr während des Angriffs widerfuhr, ohnmächtig.

Als sie wieder zu sich kam, habe sie gewusst, dass sie aus dem gemeinsamen Zimmer entkommen müsse, da sie die Reise, die eigentlich einen Wendepunkt markieren sollte, sonst wohl nicht überleben würde.

Mit letzter Kraft schaffte sie es schließlich, sich aus dem Raum und dem Hotel zu schleppen und eine Gruppe von Männern um Hilfe zu bitten.

Diese alarmierten sofort die Polizei, das Martyrium der 37-Jährigen hatte ein Ende.

Ein Arzt teilte Mears, die neben zahlreichen Blutergüssen eine gebrochene Nase erlitt und der ein Knochen durch das Zahnfleisch ragte, mit, dass ein weiterer Tritt gegen den Kopf ihren Tod hätte bedeuten können.

Die Attacke des Schlägers, der einst ihr Traummann war, ist inzwischen zwei Jahre her. Erst jetzt hatte Mears jedoch die Kraft, über den schrecklichen Tag zu sprechen.

Ihr Peiniger wurde der Körperverletzung für schuldig befunden und erhielt deshalb eine zweijährige Haftstrafe, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt wurde. Darüber hinaus erhielt er ebenfalls ein lebenslanges Kontaktverbot zu Mears und den Kindern, das bislang seinen Zweck erfüllt hat. Die 37-Jährige selbst hat inzwischen einen neuen Mann an ihrer Seite, ist glücklich.

Sie modelt zudem und konnte in diesem Zusammenhang das Finale der "Miss Swimsuit" in Großbritannien erreichen. Ihr großer Traum ist es, eines Tages ein Unterwäsche-Model zu werden.

Titelfoto: Screenshot/Facebook Lucy Mears

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