PEGIDA-Konkurrent WsD floppt in Dresden!

Nichts los auf dem Theaterplatz: Nur um die 150 Menschen kamen zur WsD-Demo.
Nichts los auf dem Theaterplatz: Nur um die 150 Menschen kamen zur WsD-Demo.

Dresden – Flopp für die Initiative „Wir sind Deutschland“! Zur ersten WsD-Kundgebung in Dresden kamen nur knapp 150 Menschen.

Als Schauplatz hatten sich die WsD-Gründer den Theaterplatz ausgesucht, den auch regelmäßig PEGIDA nutzt.

"Wir betrachten uns als Alternative zu PEGIDA und wollen nicht an der Politik vorbei demonstrieren, sondern gemeinsam an Veränderungen arbeiten“", hatten WsD-Gründer Michael Oheim im Vorfeld für die Demo geworben.

Veranstaltungsleiter Alexander Quint sagte: „Ich sehe Demonstrationen nach links oder rechts abkippen.“ Die Mitte jedoch wird verloren. Quint weiter: „Nur gemeinsam sind wir stark, unter ’wir‘ verstehe ich alle Menschen, die in Deutschland leben.“

Doch dem Aufruf folgten am Sonntagnachmittag lediglich knapp 150 Leute. In Plauen gingen zu den Demonstrationen von "Wir sind Deutschland" regelmäßig etwa 5000 Menschen auf die Straße.

Anders als bei PEGIDA sind bei "Wir sind Deutschland" keine Fahnen und Plakate erwünscht. Um Themenvielfalt und Sachlichkeit zu sichern und Hetze zu vermeiden, müssen die Reden für die WsD-Veranstaltungen vorher an ein Redaktionsteam gesendet und von dort genehmigt werden.

Gründungsmitglied Michaela Oheim: „In Dresden wird es in Zukunft zwei große Protestkundgebungen geben.“ Trotz geringem Zuspruch wollen die Protestler nicht nur wiederkommen, sondern wachsen, gesucht werden Orga-Teams etwa in Stuttgart, Gotha, Erfurt oder Nürnberg.

"WsD wurde als Spalter nach Dresden geschickt", behauptet dieser PEGIDA-Anhänger, der auf dem Theaterplatz vorbeischaute.
"WsD wurde als Spalter nach Dresden geschickt", behauptet dieser PEGIDA-Anhänger, der auf dem Theaterplatz vorbeischaute.

Fotos: Christian Essler (2), Stefan Ulmen


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