Nach Kinderporno-Skandal in Kita: Kindergarten-Leitung lässt Amt ruhen

Würzburg/Bamberg - Im Würzburger Kinderporno-Fall lässt die Leitung der betroffenen Kindertagesstätte ihr Amt ruhen, bis alles geklärt ist.

Noch ist unklar, ob die Opfer in den Kindergarten gingen, in dem der Verdächtige gearbeitet hatte.
Noch ist unklar, ob die Opfer in den Kindergarten gingen, in dem der Verdächtige gearbeitet hatte.

"Eine neue kommissarische Leitung wurde eingesetzt", teilte Dekanin Edda Weise am Mittwoch mit.

Zuvor war bekanntgeworden, dass unter den ersten identifizierten Missbrauchsopfern Kinder der evangelischen Kita im Stadtteil Heuchelhof sind, in der der beschuldigte Mann als Sprachtherapeut gearbeitet hatte. "Darüber sind wir tief betroffen und entsetzt", sagte Weise.

"Als Träger einer Kindertagesstätte sind wir verantwortlich für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder und ihrer Eltern. Das ist uns eine große Verpflichtung", hieß es weiter. Deshalb stehe der Kita geschultes Personal von Notfallseelsorge und Polizei als Ansprechpartner für Familien und Mitarbeiter zur Verfügung.

Weise teilte mit: "Wir möchten unsere Kita weiterführen, das ist aber nur mit dem Vertrauen der Eltern möglich." Deswegen habe der Träger mit Experten des Jugendamtes und der Jugendhilfe mehrere Maßnahmen erarbeitet.

"Es ist uns ein tiefes Anliegen, auf die Bedürfnisse und Ängste der Kinder und ihrer Eltern zu reagieren", sagte Weise.

In dieser Kita arbeitete der Tatverdächtige.
In dieser Kita arbeitete der Tatverdächtige.

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