Chaos am Bahnhof: Darum standen alle Züge still

Würzburg - Eine Taube war möglicherweise schuld am stundenlangen Stillstand mehrerer Züge im Würzburger Bahnhof.

Am Sonntag sorgte eine gerissene Oberleitung für stundenlangen Stillstand am Würzburger Bahnhof.
Am Sonntag sorgte eine gerissene Oberleitung für stundenlangen Stillstand am Würzburger Bahnhof.  © News5

Am Sonntag konnten mehrere Züge wegen einer gerissenen Oberleitung nicht mehr weiterfahren. "Es sind Überreste einer Taube im Stromabnehmer eines ICEs gefunden worden", sagte ein Bahnsprecher am Montag. Das Tier habe sehr wahrscheinlich einen Kurzschluss ausgelöst, der dann wiederum die Oberleitung aufgrund der großen Energie beschädigt habe.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Verspätungen seien indes massiv gewesen. "Sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr hatten wir bis Mitternacht mit den Folgen dieser Störung zu tun", so der Sprecher weiter. Es kam zu Zugausfällen, einige Züge kehrten noch vor Würzburg wieder um (TAG24 berichtete).

Die gerissene Oberleitung, die 15.000 Volt führt, war auf einen ICE und den Bahnsteig gefallen. Für die im Zug wartenden Fahrgäste habe keine Gefahr bestanden. Die Züge sind wie Autos auch sogenannte Faradaysche Käfige. Das heißt, die elektrische Ladung eines Strom- oder Blitzschlags verteilt sich auf dem Metallkäfig und dringt nicht in den Innenraum ein. Die Bahnsteige wurden schnell abgeriegelt.

Die 850 Reisenden in dem ICE durften zunächst nicht aussteigen. Sie mussten etwa eine Stunde in dem Zug ausharren.

Eine verirrte Taube soll für einen Kurzschluss gesorgt haben, der dann die Oberleitung beschädigte (Symbolbild).
Eine verirrte Taube soll für einen Kurzschluss gesorgt haben, der dann die Oberleitung beschädigte (Symbolbild).  © 123RF

Titelfoto: News5


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