Landwirt soll Mann in Rücken geschossen haben: Opfer querschnittsgelähmt!

Würzburg - Im Prozess um einen mutmaßlichen Mordversuch auf einem Feuerwehrfest werden am Freitag (ab 9 Uhr) vor dem Landgericht Würzburg die Plädoyers gesprochen.

Der Bauer lag jahrelang im Streit mit der Familie des Opfers.
Der Bauer lag jahrelang im Streit mit der Familie des Opfers.  © DPA

Der angeklagte 70 Jahre alte Landwirt soll einem Nachbarn im Juni 2018 auf einem Fest in Giebelstadt (Landkreis Würzburg) in den Rücken geschossen haben; das Opfer ist seither querschnittsgelähmt.

Der Landwirt lag offenbar seit Jahren im Streit mit der Nachbarsfamilie.

Das Urteil gegen den deutschen Staatsangehörigen ist für den 1. August angesetzt, könnte aber schon am Freitag gesprochen werden.

Update 14:10 Uhr: Ein 71 Jahre alter Landwirt hat seinem Nachbarn in den Rücken geschossen - doch er könnte wegen Wahnvorstellungen vom Vorwurf des Mordversuches freigesprochen werden.

Dass der Deutsche seinen Nachbarn auf einem Feuerwehrfest in Giebelstadt (Landkreis Würzburg) angeschossen hat, erachteten Staatsanwalt, Nebenkläger und Verteidiger bei ihren Plädoyers am Freitag vor dem Landgericht Würzburg als gesichert. Das Opfer ist seither querschnittsgelähmt.

Ein Gutachter diagnostizierte beim Angeklagtem aber eine Psychose, weshalb dieser eventuell schuldunfähig war. Der Landwirt unterstellte seinem Nachbarn unter anderen, dass er seine Kühe vergiftet und seinen Traktor mit Säure verätzt habe.

Alle Seiten, auch der Vertreter des Opfers, plädierten auf Freispruch wegen Schuldunfähigkeit oder verminderter Schuldfähigkeit. Die Staatsanwaltschaft und der Opfer-Anwalt forderten die Unterbringung in einer Psychiatrie. Das Urteil ist für den 1. August angesetzt.

Auch ein Urteil könnte schon fallen (Symbolfoto).
Auch ein Urteil könnte schon fallen (Symbolfoto).  © DPA

Titelfoto: DPA


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