Missbrauch von Kindern und Vergewaltigung? Junger Mann (19) in U-Haft

Würzburg - Ein 19 Jahre alter Mann aus dem unterfränkischen Landkreis Würzburg sitzt wegen schwerster Anschuldigungen in Untersuchungshaft.

Das jüngste Opfer war laut Polizei und Staatsanwaltschaft zur Tatzeit zwölf Jahre alt (Symbolbild).
Das jüngste Opfer war laut Polizei und Staatsanwaltschaft zur Tatzeit zwölf Jahre alt (Symbolbild).  © 123RF/Karel Miragaya

Der junge Mann sei bereits Anfang März verhaftet worden, wie die Staatsanwaltschaft Würzburg und das Polizeipräsidium Unterfranken am Dienstag gemeinsam mitteilten.

Die Liste der ihm vorgeworfenen Delikte ist heftig: "Wegen des dringenden Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in zwei Fällen, der Vergewaltigung in zwei Fällen und des sexuellen Missbrauchs von Kindern in drei Fällen" werde gegen den 19-Jährigen ermittelt.

Am Anfang standen demnach Hinweise aus dem März 2018, dass der Verdächtige beim Sex mit einer früheren etwa gleichaltrigen Lebensgefährtin heimlich Aufnahmen der gemeinsamen sexuellen Handlungen angefertigt habe.

In der Folge durchsuchten Polizisten die Wohnung des jungen Mannes und stellten dessen Smartphone sicher. Darauf fanden die Ermittler zu ihrer eigenen Überraschung mehr als 67.000 Bilder und Videos – größtenteils mit pornografischem Inhalt.

Fünf Mädchen, zur Tatzeit zwischen 12 und 15 Jahren alt, sind die Geschädigten

Der Beschuldigte sitzt seit dem 1. März 2019 im Gefängnis (Symbolbild).
Der Beschuldigte sitzt seit dem 1. März 2019 im Gefängnis (Symbolbild).  © dpa/Marcus Führer

Das Bildmaterial wurde durch Spezialisten der Würzburger Kriminalpolizei genau untersucht.

Dadurch kam Material zutage, dass die anfangs erwähnten Anschuldigungen gegen den 19-Jährigen unterstützte.

"Die insgesamt fünf Geschädigten, die zur Tatzeit zwischen 12 und 15 Jahre alt waren und allesamt aus dem Landkreis Würzburg stammen, sind inzwischen identifiziert und unter Einbindung ihrer Eltern zu den Tatabläufen vernommen worden", heißt es in der Mitteilung.

Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen soll der Verdächtige seine Opfer über soziale Medien wie Instagram oder Snapchat kontaktiert haben.

Durch "manipulatives Geschick" sei es ihm gelungen, die Mädchen zu Treffen zu bewegen. Dabei soll es dann zu den erzwungenen sexuellen Übergriffen gekommen sein.

Die Ermittlungen gegen den 19-Jährigen dauern weiter an.

Titelfoto: dpa/Marcus Führer

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