Ärzte warnten ihn, nicht zu fahren: Spaziergängerin von Mann totgerast?

Würzburg - Weil er bei einem Anfall einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat, muss sich seit Donnerstag ein unter Bewusstseinsaussetzern leidender Mann vor dem Amtsgericht Würzburg verantworten.

Die Frau starb noch am Ort des schrecklichen Unfalls. (Symbolfoto)
Die Frau starb noch am Ort des schrecklichen Unfalls. (Symbolfoto)  © DPA

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 32-Jährigen vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs sowie fahrlässige Tötung vor.

Der Mann soll am Dreikönigstag 2018 auf einem Verbindungsweg zwischen Hettstadt und Roßbrunn (Landkreis Würzburg) die Kontrolle über sein Auto verloren und frontal in eine 26-jährige Spaziergängerin gefahren sein.

Die Frau erlitt dabei einen Schädelbruch und starb noch am Unfallort.

Auf dem nur für Anlieger freigegebenen und mit 30 Stundenkilometern zu befahrenden Weg war der Mann laut Staatsanwaltschaft mit mehr als 120 Stundenkilometern unterwegs, als es zu dem Unfall kam.

Angeklagter bekam erst kurz vorher Führerschein zurück

Erst kurz zuvor hatte der Unfallfahrer seinen Führerschein zurückbekommen. Dieser war ihm entzogen worden, weil er 2011 bei einer Alkoholfahrt einen schweren Verkehrsunfall verursacht hatte. In seinem Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis verschwieg er laut Anklage seine wiederkehrenden Anfälle.

Auch Warnungen von Ärzten, er dürfe nicht mehr Auto fahren, habe er in den Wind geschlagen. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil soll am 18. November gesprochen werden.

Titelfoto: DPA


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