Er hielt sie für einen gelben Sack! Mann in Streufahrzeug überrollt Seniorin

Würzburg - Überraschende Wende im Berufungsprozess wegen fahrlässiger Tötung gegen einen Streufahrzeugfahrer: Am sechsten Prozesstag hat der Angeklagte sein Schweigen gebrochen und nach drei Jahren zugegeben, dass er aus Versehen eine 71 Jahre alte Fußgängerin überfahren hat.

Am sechsten Prozesstag brach der Mann sein Schweigen (Symbolfoto).
Am sechsten Prozesstag brach der Mann sein Schweigen (Symbolfoto).  © DPA

Er habe gedacht, er sei über einen gelben Sack gefahren, sagte der 58-Jährige am Donnerstag vor dem Landgericht Würzburg. Zudem entschuldigte er sich bei den Angehörigen der Toten.

Dem ehemaligen Mitarbeiter der Gemeinde Erlabrunn (Landkreis Würzburg) wird vorgeworfen, im Januar 2016 bei Streuarbeiten mit einem Traktor die Fußgängerin übersehen und überfahren zu haben. Die Frau wurde so schwer verletzt, dass sie an Ort und Stelle starb.

Vor einem Jahr war er vom Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung und Fahrerflucht zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Dagegen legten sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein (TAG24 berichtete).

Der Fall wird deshalb seit Ende November erneut verhandelt - diesmal vor dem Landgericht.

Der Fall steht bereits zum zweiten Mal vor Gericht (Symbolfoto).
Der Fall steht bereits zum zweiten Mal vor Gericht (Symbolfoto).  © DPA

Titelfoto: DPA

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