Neuer Standort: Superblitzer zieht an den Stadtrand

Chemnitz - Seinen Stammplatz an der Leipziger Straße hatte der Chemnitzer Superblitzer bereits vor mehr als zwei Wochen verlassen. Danach stand der Blitzeranhänger an der Kalkstraße. Am Mittwoch dann zog er erneut um.

Der Chemnitzer Superblitzer steht nun unter der Brücke der A4 in Chemnitz-Grüna.
Der Chemnitzer Superblitzer steht nun unter der Brücke der A4 in Chemnitz-Grüna.  © privat

Die ersten aufmerksamen Verkehrsteilnehmer meldeten es bereits am Mittwochvormittag. Der mobile Blitzer wurde unter der Autobahnbrücke der A4 in Grüna aufgebaut.

Geblitzt wird ab jetzt also auf der S242 in Richtung Wüstenbrand. Das wurde auch direkt auf der Facebookseite des Blitzeranhängers gepostet: "Ich habe einen neuen Standort! 😍 Ich kontrolliere Euch nun, wenn Ihr auf der S242 von Pleißa nach Wüstenbrand fahrt. Stehe schön im Trockenen genau unter der A4".

Die ersten Nutzer reagierten ganz witzig: "Da bekommt der Spruch *Ich sehe Licht am Ende des Tunnels* eine völlig neue Betrachtungsweise. 😁" oder auch mit: "Aber nur, wenn Brückentage sind!".

Auf Anfrage bei der Stadt, wie lang der Anhänger noch dort steht, hieß es: "Der Trailer (Blitzeranhänger) ist seit gestern vor Ort und wird noch eine Zeit lang dort stehen". Ein konkreter Zeitpunkt kann nicht genannt werden.

Der Blitzer ist mit Lasertechnik ausgestattet und kann Fahrzeuge über mehrere Spuren hinweg erfassen. Um den Anhänger vor Vandalismus zu schützen, hat er eine abgedichtete, schusssichere Hülle und ein Alarmsystem.

Wie die Stadtverwaltung Anfang Februar mitteilte, wird der Trailer für weitere zwei Jahre gemietet. Aus gutem Grund: Seit einigen Monaten spült der Blitzer ordentlich Geld in die Bußgeldkasse der Stadt: Etwa 750.000 Euro hat das Ordnungsamt zwischen Juli und Dezember 2019 durch das Messgerät eingenommen (TAG24 berichtete).

Plauen hat jetzt auch einen Superblitzer

Nach Leipzig und Chemnitz hat sich die Stadt Plauen nun auch einen Superblitzer zugelegt. Getestet wird das mobile Hightech-Gerät für drei Monate. Danach käme ein Kauf für 200.000 Euro in Betracht.

Nahezu überall kann der anthrazitfarbene Anhänger aufgestellt werden. Der Blitzer kann sogar in Kurven eingesetzt werden. Er steht dank versenkbarer Räder bombensicher, vor Vandalen wird er durch ein Alarmsystem geschützt.

Die Messtechnik soll vor allem an Unfallschwerpunkten sowie an Schulen, Kitas, und Haltestellen zum Einsatz kommen.

In Plauen stehen damit sieben stationäre und zwei mobile Geschwindigkeitsmessanlagen.

Titelfoto: privat

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