Wunderheilung! Teixeira in Dynamos Startelf

Darf er auch am Sonntag in Münster jubeln? Auf jeden Fall stehen die Chancen gut, dass Teixeira sein Punktspiel-Comeback gibt.
Darf er auch am Sonntag in Münster jubeln? Auf jeden Fall stehen die Chancen gut, dass Teixeira sein Punktspiel-Comeback gibt.

Von Thomas Schmidt

Dresden - So etwas gehört in die Rubrik Wunderheilung! Vor sechs Wochen bangte Nils Teixeira noch um die Fortsetzung seiner Karriere, am Sonntag könnte der 24-Jährige sogar sein Startelf-Comeback in Münster feiern.

Mitte Oktober fiel Teixeira, der bis dahin eine überragende Saison auf beiden Außenverteidiger-Postionen gespielt hatte, plötzlich aus - Virusinfekt. Der entpuppte sich als hartnäckig, schwächte den Deutsch-Portugiesen, griff seine Organe an.

Besonders gefährlich: Teixeira litt an einer Herzmuskel-Entzündung, gerade bei Leistungssportlern eine lebensgefährliche Erkrankung.

Nachdem die Blutwerte endlich wieder stimmten, kämpfte sich der kleine Dribbler während einer dreiwöchigen Reha in Leverkusen zurück und Anfang Januar ins Mannschaftstraining in Dresden.

Den Ball fest im Visier: Teixeira hätte nicht gedacht, dass seine Heilung so gut und schnell verläuft.
Den Ball fest im Visier: Teixeira hätte nicht gedacht, dass seine Heilung so gut und schnell verläuft.

„Das war wie eine Erlösung“, hakte Teixeira die schwersten Wochen in seiner Karriere ab. „Ich hatte mir damals als Ziel das Pokalspiel gegen Dortmund gesetzt. Es ist Wahnsinn und ein großes Glück, dass ich schon jetzt wieder soweit bin.“

Von der Fitness her ist sein Einsatz in Münster kein Risiko, obwohl sich Trainer Stefan Böger gestern diesbezüglich nicht festlegen wollte: „Ja, er ist eine Option.“

Dass er bei der Generalprobe gegen Teplice von Beginn an ran durfte, sollte mehr als ein Fingerzeig gewesen sein.

Um ein noch besseres fußballerisches Gefühl nach der langen Auszeit zu bekommen, spielte Teixeira am Donnerstag wie auch Benjamin Kirsten, Tobias Müller und Neuzugang Jim-Patrick Müller im Test der „U 23“-Mannschaft gegen Bischofswerda mit.

Und hofft für die Münster-Partie, „dass ich auch dort von Anfang an dabei bin.“

Fotos: Thomas Eisenhuth, Matthias Rietschel


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