Kinderporno-Rentner von Wuppertal: hat ihn die Schuld in den Tod getrieben?

Wuppertal – Anfang Juli hatte der Fall des 83-jährigen Wuppertalers viel Aufsehen erregt. Nach dem Fund von Kinderpornografie in seiner Wohnung wurde sein Garten umgegraben. Einen Monat später ist er tot.

Die Polizei hatte Anfang Juli den Garten des Verdächtigen umgegraben.
Die Polizei hatte Anfang Juli den Garten des Verdächtigen umgegraben.  © dpa/David Young

Wie die Polizei mitteilte, wurde der 83-Jährige am vergangenen Samstag von einem Freund in seinem Haus in der Straße Dellbusch tot aufgefunden.

Die Polizei geht von einem Selbstmord aus. Die ersten Ermittlungen am Tatort ließen diesen Schluss zu. Nach Untersuchungen von Wohnung und Leiche durch die Kriminalpolizei konnten keine Spuren auf Fremdverschulden gefunden werden.

Der Rentner war in die Schlagzeilen geraten, nachdem Ende Juni in seinem Haus ein Revolver sowie kinderpornografisches Material gefunden wurde.

Die Ermittlungen brachten zudem Artikel über vermisster Kinder zum Vorschein, die der 83-Jährige in einem Safe verwahrt hatte. Daraufhin ließ die Polizei über mehrere Tage den Garten des Mannes umgraben.

Es konnten jedoch keine Hinweise auf vergrabene Leichen gefunden werden.

Die Auswertungen des sichergestellten Materials dauert an.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Nach dem Fund von kinderpornografischen Material bei dem Wuppertaler, starteten umfangreiche Ermittlungen.
Nach dem Fund von kinderpornografischen Material bei dem Wuppertaler, starteten umfangreiche Ermittlungen.  © DPA

Titelfoto: dpa/David Young

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