Schüsse auf Auto: Mann (36) schwer verletzt

Wuppertal – Nach der Schussabgabe auf einen Mann in Wuppertal am Sonntagabend hat die Polizei eine Mordkommission eingerichtet.

Polizeibeamte und Kriminaltechniker stehen am Tatort in Wuppertal.
Polizeibeamte und Kriminaltechniker stehen am Tatort in Wuppertal.  © DPA

Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten Zeugen wegen Schussgeräuschen auf der "Gathe" gegen 21 Uhr die Polizei gerufen.

Als die Beamten kurz darauf am Tatort vor einer Apotheke eintrafen, fanden sie einen schwer verletzten Mann (36) vor. Nach ersten Erkenntnissen hatte er in einem Auto gesessen, als er von einem oder mehreren Schüssen getroffen wurde.

Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab und sicherte Spuren.

Der WDR berichtet, der Mann sei aus einem fahrenden Auto beschossen worden und es seien insgesamt sechs Schüsse gefallen.

Auf Nachfrage gab es dazu von der Polizei noch keine Auskunft. Wie in solchen Fällen üblich, entscheide die Staatsanwaltschaft über die Veröffentlichung von Details.

Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, ist ebenso noch unklar wie der Gesundheitszustand des Mannes. Dieser sei laut Polizei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Zu den Hintergründen der Tat liegen noch keine Erkenntnisse vor. Für die weiteren Ermittlungen hat die Polizei eine Mordkommission eingerichtet.

Update, 16 Uhr: Weitere Infos zu Schüssen auf Autofahrer in Wuppertal

Vermutlich hatte der Mann am Steuer gesessen, als die Schüsse fielen. Zeugen hatten die Schüsse gehört und die Polizei alarmiert. Ein Video auf Youtube zeigt, wie sich Passanten um den blutüberströmten Mann auf der Fahrbahn kümmern.

Auf dem Bürgersteig liegt in unmittelbarer Nähe eine Pistole. Die Waffe sei sichergestellt worden, sagte ein Polizeisprecher. Ob es sich um die Tatwaffe handele, werde nun untersucht.

Zunächst hatte es nach Angaben von Passanten geheißen, der Mann sei aus einem fahrenden Auto beschossen worden. Diese Angabe konnte die Polizei am Morgen nicht bestätigen. Das Opfer sei für die Polizei kein Unbekannter, hieß es. Weshalb er den Beamten schon früher aufgefallen war, teilten diese nicht mit.

Eine zunächst angekündigte Pressemitteilung wurde aus ermittlungstaktischen Gründen abgesagt. "Wir müssen vorher noch mit einigen Zeugen sprechen", sagte ein Polizeisprecher.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, das Video im Internet sei strafrechtlich relevant und stelle vermutlich einen Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte des Opfers dar. Tätig werden könne man aber erst, wenn das Opfer oder dessen Angehörige einen entsprechenden Antrag stellten.

Der Mann soll in diesem Auto gesessen haben, als auf ihn geschossen wurde.
Der Mann soll in diesem Auto gesessen haben, als auf ihn geschossen wurde.  © DPA
Die Polizei sichert Spuren am Tatort in der Innenstadt.
Die Polizei sichert Spuren am Tatort in der Innenstadt.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Köln Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0