Nach Messerattacke mit drei Verletzten: Frau droht Psychiatrie!

Wuppertal – Nach einer blutigen Messerattacke mit drei Verletzten bei einem Wuppertaler Sozialdienst droht der mutmaßlichen Täterin (48) dauerhaft die Psychiatrie.

Die Angeklagte (48) soll bei einem Beratungsgespräch plötzlich auf zwei Männer eingestochen haben (Symbolbild).
Die Angeklagte (48) soll bei einem Beratungsgespräch plötzlich auf zwei Männer eingestochen haben (Symbolbild).  © 123rf/taigi

Am Dienstag begann der Prozess gegen die 48-Jährige am Wuppertaler Landgericht. Während sie schwieg, versuchte ihr Verteidiger vergeblich, die Verlesung der Antragsschrift zu verhindern.

Die Frau soll psychisch krank und bei der Tat zumindest vermindert schuldfähig gewesen sei. Während eines Beratungsgesprächs soll sie plötzlich ein Messer gezückt und auf einen Behördenmitarbeiter und ihren Ex-Mann eingestochen haben. Ein weiterer Mitarbeiter war leicht verletzt worden.

Polizisten, die mit gezogenen Dienstwaffen vor ihr standen, habe sie zugerufen: "Erschießt mich doch."

Diese war bis an die Zähne bewaffnet beim Sozialdienst erschienen: Zwei Messer, Pfefferspray, eine Luftdruckwaffe und mehrere China-Böller trug sie unter ihrem Mantel verborgen.

Die Festgenommene war bereits nach der Tat im Februar 2019 in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden (TAG24 berichtete).

Ihr wird nun versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Das Gericht hat für den Fall zehn Verhandlungstage angesetzt.

 Der Prozess findet vor dem Landgericht Wuppertal statt (Archivbild).
Der Prozess findet vor dem Landgericht Wuppertal statt (Archivbild).  © Jan-Philipp Strobel/dpa

Titelfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa


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