Wuppertaler Schwebebahn musste wegen Funkausfall stoppen

Wuppertal - Ein Funkausfall hat am Donnerstag die berühmte Schwebebahn in Wuppertal gestoppt.

Die Wuppertaler Schwebebahn transportiert pro Jahr etwa 80.000 Fahrgäste.
Die Wuppertaler Schwebebahn transportiert pro Jahr etwa 80.000 Fahrgäste.  © dpa/Oliver Berg

Zur Hauptverkehrszeit hätten am Morgen ab 7.38 Uhr eine Stunde lang keine Züge fahren können, sagte ein Sprecher der Stadtwerke.

Mehrere Tausend Fahrgäste waren an den Stationen von dem Totalausfall betroffen.

Da die defekte Bahn keinen Funkkontakt hatte, wurde der Zug gestoppt.

Er sei dann von einer weiteren Bahn weggeschoben worden, sagte der Sprecher.

Die Panne ereignete sich zwischen den Haltestellen Pestalozzistraße und Robert-Daum-Platz.

Die Schwebebahn ist über hundert Jahre alt und immer noch das zentrale Verkehrsmittel des Öffentlichen Nahverkehrs in Wuppertal.

80.000 Menschen fahren täglich mit dem weltbekannten Wahrzeichen. In den vergangenen Jahren wurde die Bahn mit großem Aufwand saniert.

Ein weiterer Zwischenfall Ende September

Die Wuppertaler Schwebebahn während der Fahrt.
Die Wuppertaler Schwebebahn während der Fahrt.  © dpa/Oliver Berg

Erst Ende September hatte es einen Zwischenfall in der weltberühmten Wuppertaler Schwebebahn gegben: Ein Fahrgast hat bei einem ungeplanten Halt mit einem Nothammer eine Scheibe eingeschlagen und ist aus dem Fenster geklettert.

"Wir haben Anzeige erstattet", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Stadtwerke damals.

Für die Polizei war der Gesuchte kein Unbekannter: "Mehrere Kollegen haben ihn erkannt. Wir hatten schon mit ihm zu tun und werden mit ihm sprechen", sagte ein Polizeisprecher. Es werde wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Der Zug habe nur teilweise in einen Bahnhof einfahren können, weil vor ihm ein anderer Zug Schwierigkeiten gehabt habe, schilderte der Stadtwerke-Sprecher den Vorfall.

Das habe dem Fahrgast offenbar zu lange gedauert, er habe die Scheibe eingeschlagen, sei aus dem Fenster gesprungen und verschwunden.

Andere Fahrgäste filmten den Vorfall. Der Stadtwerke-Sprecher widersprach der Vermutung, der Mann könnte in Panik geraten und Platzangst der Auslöser gewesen sein. "Ich sehe auf dem Video ein leichtes Grinsen und einen Mann, der seelenruhig handelt", sagte er.

Für die übrigen Fahrgäste sei die Fahrt wegen seines Verhaltens zu Ende gewesen. "Die mussten an der nächsten Station aussteigen. Mit defekten Zügen fahren wir nicht", sagte der Sprecher damals zu dem Zwischenfall.

Titelfoto: dpa/Oliver Berg


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