Tierschützer kämpfen für Bili: Zerbissener Bonobo soll neues Zuhause bekommen

Wuppertal – Mit einer Protestaktion vor dem Wuppertaler Zoo haben Tierschützer einen Umzug des verletzten Bonobo-Affens Bili gefordert.

Die Sorge um den Bonobo-Affen Bili (10) im Wuppertaler Zoo hat Tierschützer auf den Plan gerufen.
Die Sorge um den Bonobo-Affen Bili (10) im Wuppertaler Zoo hat Tierschützer auf den Plan gerufen.  © DPA

Der zehnjährige Menschenaffe ist von Artgenossen immer wieder attackiert und übel zugerichtet worden. (TAG24 berichtete)

Vor dem Haupteingang des Zoos hatten sich nach Polizeiangaben am Sonntag rund 40 Demonstranten versammelt.

Sie wollen, dass Bili in eine Auffangstation für traumatisierte Affen nach England verlegt wird, wie sie vorab mitgeteilt hatten.

Das Schicksal des Affen sorgt seit einigen Tagen für Mitleid und Empörung. Zehntausende unterzeichneten im Internet eine Petition für seine Rettung.

Die Bilder des verletzten Bonobo-Affen Bili brannten sich einem in die Seele. Fotos zeigen ihn blutend mit Bisswunden, ein Teil eines Ohres fehlt.

Bili war im November vergangenen Jahres aus Frankfurt nach Wuppertal gekommen und sollte dort für Nachwuchs sorgen. Der zehnjährige Menschenaffe wird nach Angaben des Zoos von vergangener Woche von seiner neuen Gruppe aber nicht akzeptiert.

Das Auftreten von Aggressionen und Verletzungen sei bei einzelnen Bonobo-Männchen, die in ein neues - von den Weibchen dominiertes Sozialgefüge treffen - kein ungewöhnliches Verhalten. Mit verschiedenen Umbaumaßnahmen hofft der Zoo nun doch für seine Eingewöhnung in die Gruppe zu sorgen.

Titelfoto: DPA

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