Junge (10) in Wagen gelockt: Entführer muss jetzt in den Knast

Wuppertal/Velbert – Der Kindesentführer von Velbert ist zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden.

Der Junge war auf dem Weg zur Schule von dem Autofahrer angesprochen worden (Symbolbild).
Der Junge war auf dem Weg zur Schule von dem Autofahrer angesprochen worden (Symbolbild).  © 123RF/Roman Bodnarchuk

Das Landgericht in Wuppertal sprach den 22-Jährigen am Montag wegen Freiheitsberaubung und versuchter Entziehung Minderjähriger schuldig.

Er habe einen zehnjährigen Grundschüler in einen Mietwagen gelockt, um seine Fantasien auszuleben und das Kind sexuell zu missbrauchen, sagte der Vorsitzende Richter Ulrich Krege am Montag.

Der 22-Jährige habe in einen einsamen Waldweg einbiegen wollen, als er einen Unfall gebaut habe. Dann habe er seinen Tatplan abgebrochen und den Jungen laufen lassen.

Dies sei als Rücktritt vom Versuch des Missbrauchs zu werten. Die Staatsanwältin hatte zweieinhalb Jahre Haft beantragt, die Verteidiger Freispruch.

Der Angeklagte hatte behauptet, er habe den Jungen nur zur Schule bringen wollen und sich dabei verfahren.

Ermittler hatten aber festgestellt, dass der 22-Jährige sich zuvor monatelang im Internet mit dem Entführen, Vergewaltigen und Ermorden von Kindern beschäftigt hatte.

Das Landgericht in Wuppertal sprach den 22-Jährigen am Montag wegen Freiheitsberaubung und versuchter Entziehung Minderjähriger schuldig.
Das Landgericht in Wuppertal sprach den 22-Jährigen am Montag wegen Freiheitsberaubung und versuchter Entziehung Minderjähriger schuldig.  © Oliver Berg/dpa

Titelfoto: 123RF/Roman Bodnarchuk


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