Miese Zahlen: Thermomix-Hype vor dem Ende?

Wuppertal – Das Familienunternehmen Vorwerk verzeichnete im Jahr 2017 einen Umsatzeinbruch bei der Küchenmaschine Thermomix. Eine Stärkung des Vertriebs und ein neues Produkt sollen für bessere Zahlen sorgen.

In Deutschland sank der Thermomix-Umsatz 2017 um 22,1 Prozent.
In Deutschland sank der Thermomix-Umsatz 2017 um 22,1 Prozent.  © DPA

Weltweit war der Thermomix-Umsatz im vergangenen Jahr um 12,9 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro zurückgegangen, im wichtigsten Markt Deutschland lag das Umsatzminus sogar bei 22,1 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wuppertal mitteilte.

Der Umsatz der Vorwerk-Gruppe ging insgesamt um 5,0 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zurück. Aufgrund des gesunkenen Absatzes habe das operative Jahresergebnis "signifikant" unter dem des Vorjahres gelegen, hieß es. Genaue Zahlen hierzu nannte das Unternehmen aber nicht.

Vorwerk-Gesellschafter Reiner Strecker zeigte sich jedoch von der Zukunft der Luxus-Küchenmaschine überzeugt. Nach einem Boom in den vergangenen Jahren sei lediglich eine Konsolidierung eingetreten, meinte er.

Im Spätsommer werde Vorwerk mit einer automatischen Teemaschine ein neues Produkt auf den Markt bringen.

Vorwerk werde nach einem Rückgang des Vertreterheers im vergangenen Jahr auch wieder auf mehr Berater setzen. Weltweit 633.128 selbstständig arbeitende Vertreter standen im vergangenen Jahr 12 333 festangestellten Mitarbeitern gegenüber. Zudem prüfe Vorwerk auch die zunehmende Einbindung weiterer Vertriebswege wie den Verkauf in Shops oder im Internet, kündigte Strecker an.

Titelfoto: DPA


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