Betäubte der Entführer Anneli mit Äther?

Markus B. (39) interessierte sich für das Betäubungsmittel Äther, fragte danach bei seinem Arzt. Wenig später wurde das Mädchen entführt.
Markus B. (39) interessierte sich für das Betäubungsmittel Äther, fragte danach bei seinem Arzt. Wenig später wurde das Mädchen entführt.

Meißen - Musste Anneli an einer Überdosis des Narkotikums Äther sterben? Noch ist unklar, wodurch die Gymnasiastin zu Tode kam. Rechtsmediziner suchen im Labor danach. Dabei könnte der mutmaßliche Killer Markus B. (39) selbst die entscheidende Spur gelegt haben.

Wie die Morgenpost erfuhr, erkundigte sich der Familienvater bei seinem Hausarzt nach der Anwendung und Wirkung von Äther. Dort bekam er das Narkotikum aber nicht. Doch über das Internet ist der Kauf der betäubenden Säure, die auch als Rauschmittel konsumiert wird, möglich.

Jedoch ist die Verwendung von Äther nicht ungefährlich. „Es ist tatsächlich nicht schwer zu bekommen. Allerdings dämpft eine Überdosis das zentrale Nervensystem derart stark, dass es zum Atem- und Kreislaufstillstand kommt“, erklärt Prof. Dr. Marcelo Gama de Abreu von der Dresdner Uniklinik für Anästhesiologie.

Die Ermittler glauben bislang, dass Anneli nach ihrer Entführung auf dem Dreiseithof in Lampersdorf eingesperrt wurde. Denkbar ist, dass die Täter sie mit Äther ruhig stellten, es aber übertrieben.

Fotos: privat, Archiv


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