36-Jähriger beim Aufstellen von AfD-Plakaten beschossen

In Karlsruhe wurde ein 36-Jähriger beschossen.
In Karlsruhe wurde ein 36-Jähriger beschossen.

Von Matthias Kernstock

Karlsruhe - Auf einen 36-jährigen Plakataufsteller ist in Karlsruhe beim Anbringen von AfD-Postern geschossen worden. Mit einer Pistole. Der Mann blieb unverletzt. Nach dem Schützen wird gefahndet!

Wie die Polizei mitteilte, hatte der mit einem Schal vermummte Angreifer am Samstagabend den Plakatierer zuvor angesprochen. Der spätere Schütze soll den Mann zunächst aufgefordert haben, zu verschwinden.

Als der Plakatierer daraufhin in seinen Lieferwagen stieg und losfuhr, soll der Unbekannte eine Pistole gezogen und von außen durch das geschlossene Beifahrerfenster geschossen haben.

Die Kugel verfehlte den Plakatierer nur knapp, ein Treffer hätte für den Mann tödlich enden können.

Sachsens AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer verurteilt den Angriff aufs Schärfste.
Sachsens AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer verurteilt den Angriff aufs Schärfste.

Nach dem Vorfall suchte die Polizei zunächst vergebens nach dem Schützen. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen 20 bis 25 Jahre alten Mann handeln. Er soll mit dem Fahrrad unterwegs gewesen sein, eine Mütze getragen und sein Gesicht mit einem schwarz-weißen Schal verdeckt haben.

Das Opfer, ist nach AfD-Angaben ein Mitarbeiter einer Karlsruher Werbeagentur. Er wollte Sonnabend ein Plakat mit der Aufschrift "Erfolg der Energiewende: Siehe Stromrechnung!" an einen Laternenmast in Karlsruhe anbringen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Tötung.

Der sächsische AfD-Generalsekretär, Uwe Wurlitzer, nahm auf MOPO24-Anfrage am Montag Stellung zu den Schüssen. Es "stellt sich nun die Frage, wohin die monatelange mediale und politische Treibjagd gegen AfD-Mitglieder noch führen wird. Anschläge auf Büros, Autos und Wohnungen sind das eine, ein gezielter Mordversuch das andere", so Wurlitzer.

Der AfD-Generalsekretär verurteilt den Anschlag und fordert "die politischen Mitbewerber auf, den Meinungsstreit verbal mit Argumenten zu führen und sich von solchen Verbrechern öffentlich zu distanzieren."

Fotos: dpa, screenshot Mediathek SWR


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