Tierisches Happy End: So teuer war die Behandlung des verletzten Sachsen-Schwans

Leipzig/Wurzen - Der vor eineinhalb Wochen auf einem Teich bei Wurzen (Landkreis Leipzig) eingefangene, verletzte Schwan ist zurück in seinem Zuhause. Die Wildvogelhilfe Leipzig berichtet nun, wie teuer die Behandlung war und wie es dem Tier geht.

Hier watschelt "Swanhild" aus ihrer Transportbox, geradewegs zurück in ihren geliebten Teich.
Hier watschelt "Swanhild" aus ihrer Transportbox, geradewegs zurück in ihren geliebten Teich.  © Facebook/Wildvogelhilfe Leipzig

Bereits seit vergangenem Sommer drehte der Höckerschwan "Swanhild" seine Runden auf einem Teich im Wurzener Ortsteil Roitzsch. Zunächst war die Zuständigkeit unklar. Doch dann meldete sich die ehrenamtliche Leipziger Wildvogelhilfe doch noch, brachte das Federvieh für neun Tage zur Behandlung in eine Klinik der Messestadt (TAG24 berichtete).

"Dort wurde nach gründlicher Untersuchung und Röntgen festgestellt, dass im linken Flügel der Oberarm zweifach gebrochen war", heißt es in einem Facebook-Beitrag. Der Flügel hing weit herunter und behinderte den Schwan sichtlich beim Laufen und Schwimmen.

"Die Klinik entschied sich für eine Amputation, damit sich der Schwan schmerzfrei und ungehindert fortbewegen kann. Bei der Untersuchung wurden auch beidseitig Fußsohlengeschwüre festgestellt, die behandelt wurden. Aufgrund des trockenen Sommers im letzten Jahr war der Roitzscher See ausgetrocknet und Swanhild, die nicht wegfliegen konnte, stand wochenlang auf dem trockenen betonharten Bodengrund des Sees. Für ein dauerhafte Leben auf harten und rauen Untergrund sind die Füße und Schwimmhäute der Schwäne nicht geeignet."

Behandlungskosten liegen bei rund 650 Euro

Die Wildvogelhilfe stellte aber klar: "Trotz Behinderung kann sie dort weiterleben, weil sie bis auf die Einschränkung nicht fliegen zu können, gesund und vital ist."

Das freut vor allem viele Anwohner, für die Swanhild von ihrem Schwanenteich nicht mehr wegzudenken ist. Im Falle des Gefrierens des Teiches, sei die Betreuung von örtlichen Tierfreunden sichergestellt, heißt es weiter.

Die Behandlung war jedoch recht kostenintensiv. Röntgen, Untersuchungen, Operation, Behandlungen, Medikamente und stationäre Unterbringung habe sich auf 646,88 Euro summiert. Die Rechnung ist im Facebook-Post ebenfalls zu sehen.

Der ehrenamtlich arbeitende Naturschutzbund Leipzig (NABU) ist nun auf finanzielle Unterstützung angewiesen um die Rechnung zu begleichen. Wenn Ihr den NABU unterstützen wollt, spendet bitte an das Konto DE88 8605 5592 1100 9119 59 unter dem Verwendungszweck "Swanhild".

Der ehrenamtliche Tierschützer Karsten Peterlein brachte das Tier in eine Leipziger Klinik.
Der ehrenamtliche Tierschützer Karsten Peterlein brachte das Tier in eine Leipziger Klinik.  © Facebook/Wildvogelhilfe Leipzig
Am 16. März hatte Peterlein "Swanhild" eingefangen.
Am 16. März hatte Peterlein "Swanhild" eingefangen.  © Sören Müller

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