Hermes-Kunde hat Schnauze voll und schreibt Wut-Brief an Paket-Boten

Oftmals verhindert der enorme Zeitdruck unter dem die Zusteller leiden, eine korrekte Zustellung des Pakets.
Oftmals verhindert der enorme Zeitdruck unter dem die Zusteller leiden, eine korrekte Zustellung des Pakets.  © notesofberlin.com/DPA (Symbolbild)

Berlin - Scheinbar beginnt vieles Unangenehme mit P: Presswehen, Pickel und einige Paketboten. Letztere kommen immer dann, wenn man angeblich nicht da ist. Hinterlassen einen Zettel "liegt beim Nachbarn ..." und tatsächlich kann man es gefühlt in einem anderen Bundesland abholen.

Wenn es um die Zustellung von Paketen geht, bekleckern sich die einzelnen Dienstleister nicht gerade mit Ruhm. Nur die wenigsten Bürger kommen in den Genuss einer einwandfreien Zustellung. Ist man Opfer lethargischer Paketboten geworden, hilft nur hinnehmen oder im Fall eines gestressten Hermes-Kunden, verfasst man "Die 5 Regeln der Paketzustellung".

Mit den einleitenden Worten "Sehr geehrter Hermes-Bote! Obwohl ich es nach 5 Fehlern (!), die Ihrem Unternehmen bei nur 1 Sendung (!) unterlaufen sind, eigentlich schon nicht mehr glaube, sollen Sie das Paket heute angeblich bringen”, beginnt der am Briefkasten angebrachte Zettel.

Doch dann wird der Kunde konkreter und erklärt gleichsam dem Boten die Arbeitsschritte für eine erfolgreichen Job.

Dieses gute Stück soll dem Paketboten den Weg weisen.
Dieses gute Stück soll dem Paketboten den Weg weisen.  © notesofberlin.com/DPA (Symbolbild)

"Um das Paket loszuwerden, müssen Sie: 1. Klingeln (bei K.), 2. Warten – Das kann bis zu 27 Sekunden dauern. (Ich habe extra für sie gestoppt, wie lange ich für die Strecke des am weitest entferntesten Punkts von der Türe bis zur Sprechanlage brauche), 3. Hören, was gesagt wird. 4. Ins Hinterhaus gehen, wo ich Ihnen trotz Nabelbruchs entgegen komme & Ihnen das Paket abnehme, 5. Ob Sie Lust haben, die 20 Meter zu gehen, ist egal. Keine Ausreden!"

Den finalen Höhepunkt bildetet der eindringliche Hinweise "Wir sind extra den ganzen Tag da!".

Ob das Mysterium im sechsten Anlauf, dank dieser wunderbaren Erklärung, aufgelöst werden konnte, ist leider nicht bekannt. Immerhin hat der Kunde die Zentrale informiert und zwei Zeugen als Reserve, falls es dann doch wieder in die Hose gegangen ist.

Titelfoto: notesofberlin.com/DPA (Symbolbild)


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