Arbeiterin beobachtet, wie eine Frau eine Tüte entsorgt. Beim Blick in den Müll ist sie schockiert

Xiamen (China) - Schock in der chinesischen Hafenstadt Xiamen: Eine Sanitärarbeiterin stand am Freitagabend kurz vor ihrem Feierabend, als sie eine ungewöhnliche Begegnung hatte, berichtet aktuell die "Daily Mail".

In einer Mülltone entsorgte die Mutter ihr Neugeborenes (Symbolbild).
In einer Mülltone entsorgte die Mutter ihr Neugeborenes (Symbolbild).  © 123RF

Eine Frau, die, nur mit einem Schlafanzug bekleidet, zu den Mülltonnen lief, beunruhigte die Arbeiterin. Sie sprach die Chinesin, die eine Plastiktüte bei sich trug, an und fragte sie, was darin sei. Die junge Frau erklärte ihr, dass sie einen toten Hund entsorgen wolle.

Kaum war sie verschwunden, warf die Sanitärarbeiterin einen Blick in die entsorgte Tüte und erlebte den Schock ihres Lebens. Denn darin lag ein blutüberströmtes Baby, das sogar noch seine Nabelschnur am Körper trug.

Im Gespräch mit einem Reporter sagte die Sanitärarbeiterin später, sie habe das Baby fünf Minuten vor dem Ende ihrer Schicht gefunden. Ihre Aufgabe sei es darauf zu achten, dass alle Abfälle gemäß der Regeln klassifiziert würden. Beim Anblick der Frau im Pyjama sei sie sofort misstrauisch geworden.

Die entsetzte Sanitärarbeiterin nahm das Neugeborene zunächst mit zu sich nach Hause und rief von dort aus dann die Polizei an.

Die Mutter könnte straffrei davonkommen

Der kleine Junge wurde gerettet und ist gesund (Symbolbild).
Der kleine Junge wurde gerettet und ist gesund (Symbolbild).  © 123RF

Der kleine Junge wurde kurz darauf ins Krankenhaus gebracht und dort von Ärzten zum Glück für gesund befunden. Anschließend wurde er zum Wohlfahrtsinstitut von Xiamen gebracht, um dort betreut zu werden.

Bereits am Sonntag wurde die Mutter des Kindes von der Polizei festgenommen. Sie sagte, sie sei eine Wanderarbeiterin und gab zu, ihren Sohn im Stich gelassen zu haben. Die Mutter behauptete jedoch, dass sie keine andere Möglichkeit gehabt habe, als auf diese Weise zu handeln.

Verzweifelt erklärte die Frau, sie hätte nicht gewusst, dass sie schwanger gewesen war, bis sie im Badezimmer plötzlich ihre Wehen bekam. Nach der Geburt begriff sie, dass sie das Kind als Alleinerziehende nie würde großziehen können und warf es aus diesem Grund einfach weg.

Laut "Daily Mail" ist momentan unklar, ob die Mutter mit einer Anklage rechnen muss. Nach dem chinesischen Strafrecht können Eltern, die ihre Kinder verlassen, bis zu fünf Jahre inhaftiert werden.

In Wirklichkeit werden jedoch nur wenige von ihnen bestraft, weil es so gut wie nie eine Strafverfolgung in Fällen, wie diesen gibt.

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