YouTube: Jetzt geht's Hatern an den Kragen

Redwood City - Rekord. So viele Hassvideos entfernte YouTube noch nie. Gewalt, Sexdarstellungen und vor allem Hassreden sollen verschwinden.

Gib Hatern keine Chance! YouTube schmeißt immer mehr Videos von ihrer Plattform.
Gib Hatern keine Chance! YouTube schmeißt immer mehr Videos von ihrer Plattform.  © Photo by Jon Tyson on Unsplash

In den vergangenen drei Monaten löschte YouTube über 100 000 Hassvideos. Das teilte Susan Wojcicki, Chefin der Videoplattform in einem der dpa vorliegenden Blogbeitrag mit.

Doch das ist längst nicht alles. 17.000 gesperrte Kanäle und 500 Millionen gelöschte Kommentare unter den Videos schreibt sich YouTube als Erfolg auf die eigenen Fahnen.

Sie sagen nicht nur hasserfüllten Kommentaren und ausgrenzender Hate Speech den Kampf an: Sex- und Gewaltvideos sowie Verletzungen des Urheberrechts sollen zukünftig noch schneller von der Videoplattform verschwinden.

Den einen geht das Löschen nicht schnell genug. Andere monieren, dass zu viele Videos einfach ausgemerzt werden.

Inwiefern YouTube Erfolg mit seinen Maßnahmen hat, verrät eine regelmäßig erscheinende Statistik.

Kritik an YouTube reißt nicht ab

Susan Wojcicki, CEO von YouTube, im Kampf gegen "Hate Speech"
Susan Wojcicki, CEO von YouTube, im Kampf gegen "Hate Speech"  © Andrew Gombert/EPA/dpa

Die Bemühungen des Konzerns führten laut Wojcicki dazu, dass das Klicken verbotener Inhalte massiv zurückging. Dafür seien mehr als 10.000 Mitarbeiter damit beschäftigt, den Kanal sauber zu halten.

Die Mehrheit der brisanten Videos wird sofort von einem Computerprogramm entdeckt. Nach der Kontrolle durch einen YouTube Mitarbeiter werden diese Inhalte sofort gelöscht: Ohne das ein User sie je zu Gesicht bekommen hätte. Über 80 Prozent der so ermittelten Beiträge können so direkt aussortiert werden.

Natürlich schmeckt das nicht jedem. Laut dpa kritisierten etwa Anhänger der rechtsgerichteten und rassistischen Alt-Right-Bewegung, dass neben einzelnen Videos auch gesamte Kanäle ihrer Bewegung von der Videoplattform entfernt wurden.

In den vergangenen Jahren ist YouTube immer wieder vorgeworfen worden, Neonazis und Rassisten eine Plattform zu bieten.

Das brachte bereits große Probleme mit Werbekunden, deren Werbung in oder neben diesen extremistischen Artikeln eingeblendet wurde.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

Mehr zum Thema YouTube:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0