YouTuberin spricht Klartext: So ist es wirklich, Single zu sein

Provokant und treffend zugleich: Der Channel-Name ist Programm.
Provokant und treffend zugleich: Der Channel-Name ist Programm.

Bielefeld - Seit mittlerweile rund einem Jahr klärt die Bielefelderin Kristina Weitkamp (30) auf YouTube ihre Zuschauer in Sachen Sex auf (TAG24 berichtete).

"Fickt euch - ist doch alles nur Sex" ist der provokante Name ihres Channels. Die 30-Jährige handelt im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und beantwortet offen und tabulos Fragen rund um Sex.

In ihrem neuesten Video spricht sie ein Thema an, das mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland betrifft. So viele Singles gibt es bundesweit nämlich in etwa. Und die Zahl steigt laut Statistiken weiter an.

Klar, dass sich die Sexpertin Kristina deshalb auch diesem Thema widmet. Ihr geht es dabei vor allem darum, wie es wirklich ist, Single zu sein. Seit fast drei Jahren ist sie selbst in keiner festen Beziehung mehr gewesen - sie kann also aus Erfahrung sprechen.

"In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es im Prinzip nur zwei Typen: Einmal die glücklichen Singles und dann die, die überzeugt werden müssen, dass sie auch glückliche Singles sind."

Immer wieder gibt es Leute, die einem sagen, warum es "geil ist", Single zu sein. "Man hat das Bett für sich alleine. Man muss sich nicht melden, keine Rücksicht nehmen" sollen demnach unter anderem zu den Vorteilen des Single-Daseins gehören.

Kristina Weitkamp ist selbst seit gut drei Jahren Single.
Kristina Weitkamp ist selbst seit gut drei Jahren Single.

Aber ist das wirklich so? "Mich hat jedenfalls keiner dieser Punkte jemals überzeugt", kritisiert die YouTuberin. Was gut sei, sei die Tatsache, dass man merke, dass man sein Leben selbst auf die Reihe bekommt - auch ohne Partner.

"Du baust Dir Dein Fundament. Und egal welche Säule Deines Lebens wegbricht, das Fundament bleibt, weil Du es Dir geschaffen hast." Das sei eine großartige Erfahrung. "Und nicht, dass du nicht zum Geburtstag Deiner Schwiegermutter musst", findet die Blondine.

Trotzdem fühle sie sich ab und zu einsam und sei traurig, gesteht sie. "Ich habe manchmal wirklich Angst, dass ich alleine bleibe, dass ich meine Liebe schon hatte und dass es da keine mehr für mich gibt."

Oft fehle ihr die körperliche Nähe zu einer anderen Person, die sie in den Arm nimmt, mit ihr kuschelt und sie küsst. "Die Angst wächst mit jeder schlechten Erfahrung und mit jeder Enttäuschung."

Obwohl sie noch jung ist und es "da draußen" viele Männer gibt, sei das noch lange keine Garantie und könne ihre negativen Gedanken nicht ausschalten.

In der feministischen Zeit, in der wir leben, werde oft gesagt, man brauche keinen Mann, um glücklich zu sein. "Ich weiß, dass ich den nicht brauche. Aber ich kann ihn mir doch trotzdem wünschen", stellt sie selbstbewusst klar.

Deshalb kommt sie zu dem Schluss, dass es nicht falsch ist, sich als Single eine Beziehung zu wünschen. "Falsch ist es meiner Meinung nach nur, sich nichts anderes zu wünschen."


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