YouTuber riefen zu Treffen auf: Polizei muss nach rechten Parolen eingreifen

Weimar - In Weimar hat der Aufruf zweier YouTuber zu einem Treffen auf dem Marktplatz für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt.

Mit mehreren Mannschaftswagen rückte die Polizei an.
Mit mehreren Mannschaftswagen rückte die Polizei an.  © Johannes Krey

Der YouTuber "KomaKarsten" hatte bei Instagram zu dem Treffen aufgerufen, rund 60 Menschen waren gekommen und hatten der Polizei einen arbeitsreichen Abend beschert. Auch der Youtuber "mcm23" war unter den Teilnehmern.

Nach Polizeiangaben wurden bei dem Treffen verfassungsfeindliche Parolen gerufen, außerdem war die Veranstaltung nicht angemeldet worden.

Die Weimarer Polizei war mit mehreren Streifenwagen im Einsatz. Aufgrund der Menge an Personen wurde die Beweis- und Festnahmeeinheit der Thüringer Bereitschaftspolizei hinzugezogen.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurden unter anderem auch ein verbotenes Messer und ein Pfefferspray gefunden. Die Einsatzmaßnahmen dauerten zirka 2,5 Stunden auf dem Markt.

Am Brunnen standen mehrere Biere und Schnapsflaschen. Die Gegend wurde von den Teilnehmern ziemlich dreckig hinterlassen.

In seiner Instagram-Story wehrte sich "KomaKarsten" allerdings gegen die Vorwürfe, dass verfassungsfeindliche Parolen gerufen worden seien. Der Youtuber sagt, dass sie nur allgemeine Trinksprüche gerufen hätten.

Gegenüber TAG24 äußerte sich auch "mcm23" kritisch zu den Maßnahmen der Polizei. Bei dem Treffen habe es sich um ein Fantreffen von "KomaKarsten" gehandelt, viele junge Leute waren anwesend, die Anschuldigungen, dass verfassungsfeindliche Parolen gerufen worden sind, könne er nicht bestätigen, so etwas habe er nicht mitbekommen. Außerdem habe die Polizei die Teilnehmer hart angefasst und lange nicht gehen lassen. Dreckig hinterlassen wollen die Youtuber den Platz zudem nicht, man hab alles sauber gemacht, so "mcm23".

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, gegen einige der Teilnehmer wurden Anzeigen geschrieben.

Rund um den Neptunbrunnen fanden sich die Spuren des Treffens.
Rund um den Neptunbrunnen fanden sich die Spuren des Treffens.  © Johannes Krey

Titelfoto: Johannes Krey

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