Tierischer Rekord! An der Ostsee tummeln sich so viele Kegelrobben wie seit 100 Jahren nicht mehr

Greifswald - Die Kegelrobben sind derzeit in einer Anzahl vor der deutschen Ostseeküste anzutreffen, wie seit 100 Jahren nicht mehr.

Zum Glück kein seltener Anblick mehr an der deutschen Ostseeküste: zwei niedliche Kegelrobben.
Zum Glück kein seltener Anblick mehr an der deutschen Ostseeküste: zwei niedliche Kegelrobben.  © dpa/Stefan Sauer

Alle Naturfreunde und Meeresbiologen können ihr Glück kaum fassen: In den letzten Tagen wurden rund 300 Kegelrobben im Greifswalder Bodden und an der Greifswalder Oie gezählt.

Erst Anfang März war dort das erste Robbenbaby seit 100 Jahren gesichtet worden, wie TAG24 berichtete.

Allein bei einer Ausfahrt zum Großen Stubber, einer Untiefe im Greifswalder Bodden, wurde eine große Gruppe von rund 200 Tieren gesichtet, wie Michael Dähne, der Kurator des Deutschen Meeresmuseums, der DPA sagte.

Außerdem wurden auf der Insel Greifswalder Oie rund 90 Robben entdeckt.

Forscher und Umweltverbände werten dies als Indiz für weiter wachsende Robbenbestände an der südlichen Ostseeküste und fordern einen Robbenmanagementplan.

Die Spitzenwerte an Kegelrobben werden immer im März und April während der Heringslaichzeit gezählt.

Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren es 150 Tiere im Greifswalder Bodden. In diesem Jahr hatte die ruhige Witterungslage für gute Bedingungen zum Zählen der Meeressäuger gesorgt (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Stefan Sauer


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