Blitz schlägt in Touristengruppe ein: Etliche Tote, darunter ein Kind (†13)

Zakopane - Im polnischen Teil der Tatra wurden am Donnerstag etliche Menschen verletzt, als ein Blitz in eine Touristengruppe einschlug.

Das Gebiet um das Giewont-Bergmassiv wird derzeit immer wieder von heftigen Unwettern heimgesucht.
Das Gebiet um das Giewont-Bergmassiv wird derzeit immer wieder von heftigen Unwettern heimgesucht.  © Screenshot Facebook/Aktualna sytuacja w Tatrach

"Ein Dutzend Menschen wurde am Donnerstag in der Nähe vom Giewont vom Blitz getroffen. Es gab auch mehrere Todesfälle an verschiedenen Orten der Tatra", sagte der Leiter des freiwilligen Tatra-Rettungsdienstes, Jan Krzysztof. Die Situation vor Ort sei derzeit sehr schwierig.

Laut dem polnischen Nachrichtenportal "Interia" habe die Polizei in Zakopane gegen 13.15 Uhr einen Notruf bekommen, dass es im Bereich des Giewont-Massivs zu einer "sehr intensiven atmosphärischen Entladung" gekommen sei.

"Wir wissen, dass zu diesem Zeitpunkt ungefähr 20 Touristen in dieser Gegend unterwegs waren", sagte Polizeisprecher Roman Wieczorek.

Wie außerdem der polnische Sender "Radio RMF" berichtet, gebe es zahlreiche Verletzte, drei Menschen seien tot, darunter auch ein 13-jähriger Junge.

Die Rettungsaktion dauert derzeit noch an. Im Einsatz sind auch drei Rettungshubschrauber der Bergwacht sowie vier Ambulanz-Hubschrauber, die die Verletzten in Krankenhäuser der Region bringen sollen.

Unwetter in der Tatra

Im Einsatz sind auch mehrere Rettungshubschrauber.
Im Einsatz sind auch mehrere Rettungshubschrauber.  © Screenshot Facebook/Aktualna sytuacja w Tatrach

Ebenfalls am Donnerstag wurden mehrere Menschen in verschiedenen Ortschaften rund um den Giewont von heftigen Stürmen überrascht. Auch hier gebe es zahlreiche Verletzte, darunter Touristen. Und auch hier ist von Toten die Rede.

Weil der Wind noch immer zu stark ist, kann das betroffene Gebiet derzeit nicht mit dem Rettungshubschrauber erreicht werden. Die Bergretter haben sich deshalb zu Fuß auf den Weg zu den Betroffenen gemacht.

Es sind nicht die einzigen dramatischen Unglücksfälle in der Tatra innerhalb von wenigen Tagen! Bereits am Samstag traf ein kurzer, aber sehr heftiger Sturm eine Wandergruppe, berichtet ebenfalls "Radio RFM".

Auch in diesem Fall wurden mehrere Menschen verletzt, ein Kind musste sogar wiederbelebt werden.

Der Giewont ist ein Bergmassiv, der höchste Gipfel ist im Wielki Giewont (1895 Meter) bei Zakopane in der polnischen Westtatra. Vom Gipfel hat man einen wunderschönen Panoramablick auf Zakopane und das Tatra-Gebirge. Der Giewont ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Tatra.

Das Metallkreuz auf dem Giewont zieht oft Blitze an. Während eines Gewitters ganz oben auf der Bergspitze zu sein, kann lebensgefährlich sein.

Titelfoto: Screenshot Facebook/Aktualna sytuacja w Tatrach

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