Nach Welkes Osterhasen-Kreuzigung: Nun spricht der ZDF-Intendant

Bad Kreuznach/Mainz - Osterhasen hatten es 2018 schwer! Der "Traditionshase aus dem Jahr 1992" führte zu einem sorgenvollen Streit, den hatte die AfD-nahe Erika Steinbach losgetreten. In der Oster-Ausgabe der ZDF-heute-Show traf es gar den gekreuzigten Osterhasen!

ZDF-Intendant Thomas Bellut.
ZDF-Intendant Thomas Bellut.  © DPA

Der Anzeigen-Blitz traf den "heute-show"-Moderatoren Oliver Welke! Dieser Welke sollte Post von der Mainzer Staatsanwaltschaft bekommen. Strafrechtliche Ermittlungen aber hatte die Staatsanwaltschaft Mainz trotz einiger eingegangener Anzeigen abgelehnt.

Was war los? Welke zog über "Traditionen im Zusammenhang mit Ostern und dem Hasen" her. Witzig, versteht sich. Die "heute show" vom 6. April hatte es hasenhaft in sich.

"Schließlich ist doch der Osterhase die zentrale Figur der christlichen Mythologie", begann Welke seine Ansprache. Welke zeigte schnell-wechselnde Fotomontagen mit Hasen... Da aber lauerte "beim letzten Abendmahl" ein Hase inmitten der zwölf Jünger. Dieser wird von Judas "gegen 30 Möhrchen" verraten. Ein weiteres Foto zeigte gar einen gekreuzigten Osterhasen!

Am Holz sahen wir die Inschrift H.A.S.I. statt I.N.R.I. Schließlich feiert der "traditionelle" Osterhase" seine Wiederauferstehung – na klar, aus einem Osterei!

Nun muss ZDF-Intendant Thomas Bellut ran!

Entschuldigung wegen dieses Fotos: Es zeigte einen gekreuzigten Osterhasen - und das in einer Satire-Show!
Entschuldigung wegen dieses Fotos: Es zeigte einen gekreuzigten Osterhasen - und das in einer Satire-Show!  © PR ZDF

Der Intendant äußerte Verständnis für die Beschwerde des Christlichen Medienverbundes (KEP), der sich an der Darstellung eines gekreuzigten Plüschhasen gestört sah, und entschuldigte sich, falls religiöse Gefühle verletzt worden seien.

Nun gibt's eine Entschuldigung des ZDF-Intendanten Thomas Bellut.

Dieser erklärte gegenüber dem Christlichen Medienverbund, dass die Show-Macher mit einer "satrisch überspitzten Darstellung die Instrumentalisierung christlich-abendländischer Werte durch die AfD zur Rechtfertigung islamkritischer Ressentiments" anprangern wollten. Eine Herabwürdigung des christlichen Glaubens und seiner Symbole oder eine Verletzung religiöser Gefühle seien aber "zu keiner Zeit von der Redaktion beabsichtigt oder gar Ziel dieser Satire" gewesen.

Er entschuldige sich gleichwohl, falls religiöse Gefühle dennoch verletzt worden seien, wies aber nochmal auf den Kontext hin. Christoph Irion, Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, dankte Bellut.


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