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Plaudernd, flirtend, fürsorglich - die andere Beate Zschäpe

Zwickau - Als Kind in der Schule Außenseiterin, als hübschestes Mädchen in der Nazi-Clique Königin: Eine ZDF-Doku beschreibt, wie eng Privatleben, politischer Aktivismus und die Morde des NSU miteinander verknüpft waren. Zu sehen sind auch private Bilder aus der Zwickauer Fluchtwohnung.
Als Kind in der Schule Außenseiterin, als hübschestes Mädchen in der Naziclique Königin: Beate Zschäpe.
Als Kind in der Schule Außenseiterin, als hübschestes Mädchen in der Naziclique Königin: Beate Zschäpe.

München - Beate Zschäpe nähert sich ihrer Wohnungstür, begleitet von einem ihrer beiden mutmaßlichen Komplizen. Ihr Partner schließt auf und tritt ein. Zschäpe folgt ihm, eine Stofftasche über der Schulter, einen Einkaufsbeutel in der Hand.

Dabei redet sie pausenlos, ganz anders als im Münchner NSU-Prozess, wo sie konsequent schweigt. Die Aufnahme stammt von einer Überwachungskamera, die das NSU-Trio in seiner Zwickauer Fluchtwohnung installiert hatte. Zu sehen ist sie in einer TV-Doku, die das ZDF auf seinem Digitalkanal ZDFinfo an diesem Mittwoch (10.30 Uhr) ausstrahlt.

Zschäpe, so die These von Filmautor Rainer Fromm, war die "fürsorgliche Mutter" des mutmaßlichen Terrortrios. Ohne sie hätte es nach Fromms Auffassung die Serie von neun rassistisch motivierten Morden und die bis heute rätselhafte Tötung der Polizistin Michèle Kiesewetter nicht geben können.

Zschäpe habe die Dreier-Gemeinschaft des NSU nicht zuletzt durch "wechselnde Liebesbeziehungen" und eine "Ménage à trois" begründet, wie der Psychologe Ulrich Sollmann analysiert. Nur so habe das Trio 13 Jahre im Untergrund leben und dabei "terroristisch produktiv" bleiben können.

Zschäpe am 17. Juli 2013 im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München.
Zschäpe am 17. Juli 2013 im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München.

Zschäpes eigenen Einstieg in das rechtsextreme Milieu schildert der Film als Geschichte einer Außenseiterin, die von der Mutter abgelehnt und vernachlässigt wurde und die in der Clique einen Fammilienersatz fand.

Eine privat aufgenommene Filmsequenz zeigt die 14-jährige Zschäpe als kokette Göre inmitten einer Gruppe Skinheads, die in alle Richtungen flirtet. Es folgen Bilder, die sie auf Demonstrationen oder Partys zeigen und ihre politische Radikalisierung dokumentieren.

Klar wird auch, dass das NSU-Trio im Untergrund keineswegs abgeschottet lebte. Mehrmals ist zu sehen, wie Vertraute zu Besuch in die Fluchtwohnung kommen und von Zschäpe herzlich mit Umarmung begrüßt werden. Auch diese Bilder stammen von den Überwachungskameras, die das Trio zur Sicherung seiner konspirativen Existenz installierte.

Verbunden werden die Bilder mit Aussagen von Psychologen und Politologen. Der forensische Psychiater Martin Rettenberger spricht von einem «politischen Krieg», dem sich der NSU im Einvernehmen mit seinen Unterstützern verschrieben habe.

Zschäpe im Gespräch mit ihren Anwälten Wolfgang Stahl (l), Anja Sturm (2.v.r.) und Wolfgang Heer (r).
Zschäpe im Gespräch mit ihren Anwälten Wolfgang Stahl (l), Anja Sturm (2.v.r.) und Wolfgang Heer (r).

Dass in der ausgebrannten Fluchtwohnung nach dem Auffliegen der Gruppe eine Sammlung von Zeitungsartikeln über die Morde und Anschläge gefunden wurde, erklärt der Psychologe mit einem Verhaltensmuster, das auch von Soldaten im Kampfeinsatz bekannt sei.

Es gehe darum, «Trophäen» zu besitzen, die die eigene «wichtige Rolle» in diesem Krieg zeigten. So erklärt er auch den Fund einer Jogginghose, die einem der beiden NSU-Männer gehörte und an der sich Blut der ermordeten Polizistin Kiesewetter befand.

Die ZDF-Doku enthüllt auch eine weitere dunkle Seite in Zschäpes Charakter, die bislang kaum bekannt ist. Sie präsentiert Ermittlungsunterlagen, aus denen hervorgeht, dass auf ihrem Computer Kinderpornos gefunden wurden.

Diesen Umstand verbindet der Autor mit mehreren Fällen von Kindesmissbrauch im engsten Unterstützerumfeld, unter ihnen der Thüringer «Kameradschaftsführer» Tino Brandt, der wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs im Gefängnis sitzt.

Ein weiterer der mutmaßlichen Terrorhelfer sei verurteilt worden, weil er seine eigenen Kinder vergewaltigt habe. Der NSU und sein Umfeld seien ein «Sumpf», resümiert Nebenklägeranwalt Yavuz Narin.

Fotos: dpa

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