Anzeige gegen Luke Mockridge nach Fernsehgarten-Eklat: Was hat der Comedian zu befürchten?

Mainz - Inzwischen hat Komiker Luke Mockridge das Geheimnis hinter seinem Skandal-Auftritt in der beliebten Unterhaltungsshow "ZDF-Fernsehgarten" gelüftet (TAG24 berichtete) – ganz ausgestanden war die Angelegenheit damit für ihn aber noch nicht.

Bei seinem Auftritt im ZDF-Fernsehgarten alberte Luke Mockridge auch mit einer Banane herum.
Bei seinem Auftritt im ZDF-Fernsehgarten alberte Luke Mockridge auch mit einer Banane herum.  © Ralph Orlowski/ZDF/dpa

Bei seinem berüchtigten Fernsehgarten-Auftritt im August sorgte der 30-jährige Entertainer für einen handfesten Eklat: Er blödelte auf der Bühne herum und verunglimpfte auf üble Weise alte Menschen – die wichtigste Zielgruppe der beliebten sonntäglichen Unterhaltungsshow.

Der Eklat ging so weit, dass Fernsehgarten-Moderatorin Andrea Kiewel (54) den Auftritt Mockridges sogar vorzeitig abbrach!

Seitdem wurde viel darüber gerätselt, was den Profi-Komiker zu einem derart missglückten Programm veranlasst haben könnte. Wie sich am Ende aber zeigte, war es wohl schlicht Werbung für seine neue TV-Show, die am heutigen Freitag (Sat.1, 20.15 Uhr) startet.

Am Donnerstag erhielt der Skandal dann eine weitere Wendung.

Wie bekannt wurde, hatte ein 58-jähriger Zuschauer, der bei dem Auftritt des Komikers im Showgelände in Mainz-Lerchenberg zugegen gewesen war, Strafanzeige gegen Luke Mockridge wegen Beleidigung gestellt.

Anzeige gegen Luke Mockridge: Polizei in Mainz ist zuständig

"LUKE! Die Greatnightshow" lautet der Titel der neuen Show von Luke Mockridge.
"LUKE! Die Greatnightshow" lautet der Titel der neuen Show von Luke Mockridge.  © Henning Kaiser/dpa

Dies teilte das Polizeipräsidium Mainz mit.

Dieses ist demnach zuständig, da der Fernsehgarten auf dem ZDF-Gelände in Mainz produziert wird.

In der Folge sei dem Komiker demnach ein Anhörbögen zugesandt worden, damit er sich zu dem Sachverhalt äußern kann. Auch der Erstatter der Anzeige erhielt einen solchen Anhörbögen, der seit Donnerstag dem Polizeipräsidium Mainz erneut vorliegt.

Der 58-Jährige verzichtete demnach auf die Stellung eines Strafantrages – und dies hat Konsequenzen.

"Weil es sich bei einer Beleidigung gemäß § 185 StGB um ein sogenanntes 'absolutes Antragsdelikt' handelt, ist ein fehlender Strafantrag ein Verfahrenshindernis", erklärte ein Sprecher.

Die Ermittlungen gegen Luke Mockridge infolge der Strafanzeige würden aus diesem Grund von der Polizei nicht weiter fortgeführt.

Der Entertainer hat also nichts zu befürchten.

Titelfoto: Ralph Orlowski/ZDF/dpa

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