Skandal im Heute-Jornal: Marietta Slomka unterstellt USA Auftragsmorde in Deutschland

Mainz - Die bekannte Fernsehmoderatorin und Journalistin Marietta Slomka (50) sorgte am Donnerstagabend in der ZDF-Nachrichtensendung "Heute Journal" für einen handfesten Skandal.

Das Foto aus dem September zeigt die Journalistin und ZDF-Moderatorin Marietta Slomka.
Das Foto aus dem September zeigt die Journalistin und ZDF-Moderatorin Marietta Slomka.  © Axel Heimken/dpa

Die 50-Jährige sagte in der Moderation zu einem Nachrichtenbeitrag, dass die USA und Russland inzwischen "fast gleichermaßen" schwierige diplomatische Partner für andere Länder seien.

Dann fügte sie noch hinzu: "Gut, die Amerikaner lassen keine unliebsamen Leute in Berliner Parkanlagen ermorden, soweit man weiß."

Diese Aussage sorgte für große Empörung.

Marietta Slomka spielte auf den Fall eines in einem Berliner Park erschossenen Georgiers an. Die Tat gilt als Auftragsmord, der womöglich von Russland gesteuert wurde – massive diplomatische Verstimmungen zwischen Deutschland und Russland waren die Folge (TAG24 berichtete).

Mit ihrem Zusatz "soweit man weiß" unterstellte die Moderatorin des "Heute Journals" den USA, dass diese möglicherweise eben doch Morde in Deutschland verüben lassen.

FDP-Chef zu USA-Russland-Vergleich: Kein seriöser Journalismus

FDP-Chef Christian Lindner (40) schrieb auf Twitter dazu: "Ohne Beleg wird in den Raum gestellt, USA könnten vielleicht Auftragsmorde bei uns veranlassen. Die Gleichsetzung von USA und Russland ist abwegig und falsch. Die ironische Attitüde des @heutejournal verlässt den seriösen Journalismus - die Redaktion sollte sich distanzieren."

Laut einem Bericht der Bildzeitung distanzierte sich die Redaktion der ZDF-Nachrichtensendung jedoch keineswegs von der Aussage der Moderatorin.

Demnach sagte ein Sprecher des ZDF der Bild, dass es sich bei den Worten von Marietta Slomka um Ironie gehandelt habe.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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