Forscher rätseln: Plötzlich gibt es gefährliche Zecken-Krankheit auch im Norden

Hannover - Im Norden steigt nach Einschätzung von Forschern die Gefahr, sich durch einen Zeckenstich mit der Krankheit FSME zu infizieren.

Schilder weisen auf die Gefahr im Unterholz hin.
Schilder weisen auf die Gefahr im Unterholz hin.  © DPA

Zuletzt steckten sich auch Menschen an der niedersächsisch-niederländischen Grenze mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) an, die zu Hirnhautentzündung führen kann. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts handelte es sich aber um Einzelfälle, dennoch ist es sehr ungewöhnlich, dass derartige Krankheitsfälle jetzt auch vermehrt im Norden vorkommen.

Die Krankheit ist vor allem in Süddeutschland verbreitet. 85 Prozent der Fälle treten in Bayern und Baden Württemberg auf. Doch es entstehen immer neue Hotspots in nördliche Gebieten. Neben der Region an der niederländischen Grenze auch in Gärten in Berlin oder in Stadtparks in Mecklenburg-Vorpommern.

Bundesweit sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung gegen FSME geimpft, in Österreich sind es laut Experten 80 Prozent. Der Zeckenexperte Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr hatte im März zu der Ausbreitung von FSME nach Norden gesagt: "Wir haben eine Dynamik, die wir nicht verstehen." Die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland ist die Lyme-Borreliose, gegen die anders als bei FSME keine vorbeugende Impfung möglich ist.

Laut Schätzungen gibt es jedes Jahr Zehntausende Neuerkrankungen. Dagegen erkranken nur 250 bis 500 Menschen jährlich an FSME.

Zecken lauern in den Sommermonaten im Unterholz, in Büschen oder in hohem Gras. Auch im eigenen Garten ist eine Ansteckung möglich. Die lästigen Blutsauger werden besonders bei schwül-warmer Witterung aktiv. Ein Stich lässt sich durch Zeckenschutzmittel verhindern. Zudem sollte sich jeder nach einem Aufenthalt im Grünen absuchen.

Bundesweit sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung gegen FSME geimpft, in Österreich sind es laut Experten 80 Prozent. Der Zeckenexperte Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr hatte im März zu der Ausbreitung von FSME nach Norden gesagt: "Wir haben eine Dynamik, die wir nicht verstehen." Die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland ist die Lyme-Borreliose, gegen die anders als bei FSME keine vorbeugende Impfung möglich ist.

Laut Schätzungen gibt es jedes Jahr Zehntausende Neuerkrankungen. Dagegen erkranken nur 250 bis 500 Menschen jährlich an FSME.

Die kleinen Tiere können gefährliche Krankheiten übertragen.
Die kleinen Tiere können gefährliche Krankheiten übertragen.  © DPA

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