Hexen und Teufel feiern Walpurgisnacht, doch DWD warnt vor Orkanböen

Braunlage - Im Harz haben sich am Montag rund um den Brocken wieder zahlreiche Hexen und Teufel getroffen.

Als Hexen und Teufel verkleidete Menschen bevölkern den Harz wie hier in Wernigerode. Zehntausende feiern in der Nacht zum 1. Mai das traditionelle Walpurgisfest.
Als Hexen und Teufel verkleidete Menschen bevölkern den Harz wie hier in Wernigerode. Zehntausende feiern in der Nacht zum 1. Mai das traditionelle Walpurgisfest.  © DPA

Nach Schätzungen des Tourismusverbandes schwangen bereits am Nachmittag bei Walpurgis-Festen in mehr als 20 Orten Zehntausende in schaurigen Kostümen ihre Mistgabeln und Besen.

Angesagt waren lange Nasen, künstliche Warzen, buschige Augenbrauen und schrille Kostüme. "Wir gehen von insgesamt rund 50.000 Menschen bei den Feiern aus", sagte ein Mitarbeiter der Tourismusverbands. Abends sollte ums Lagerfeuer getanzt werden, um den Winter auszutreiben.

In Wernigerode stürmten die Hexen zunächst das Rathaus, bevor sie sich auf den Weg durch den Ortskern machten.

Die größten Feste gibt es in Bad Grund, Braunlage, Hahnenklee, Sankt Andreasberg, Wolfshagen, Schierke und Thale in Sachsen-Anhalt. Allein dort wurde die Zahl der zum Teil mit viel Aufwand und Fantasie verkleideten Feiernden auf rund 10.000 Einheimische und Besucher geschätzt. Der bei dem Ort gelegene Hexentanzplatz galt einst als Kultstätte, an der Feste zu Ehren von Naturgöttern abgehalten wurden.

Die Walpurgis-Feiern gehen auf heidnische Frühlingsfeste zurück. Später ließ die Kirche am 30. April den Geburtstag der heiligen Walpurga feiern - der Schutzpatronin gegen Aberglauben und Geister. Hexen galten als Menschen, die den Teufel verehrten und ihm entsprechend huldigten.

UPDATE, 19.30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor teils heftigem Wind im Oberharz. Die Meteorologen gaben am Montag eine Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen heraus. Betroffen seien Lagen über 1000 Metern. Die Warnung galt bis Dienstagabend 18.00 Uhr. Die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten solle sich möglichst nicht im Freien aufhalten sowie Fenster und Türen schließen, hieß es in einer Mitteilung. Es könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden.


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