Zentralrat der Muslime fordert permanenten Polizeischutz

Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek.
Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek.

Köln - Der Zentralrat der Muslime erlebt nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht zunehmende Hetze und Islamfeindlichkeit.

Bereits vergangene Woche sagte der Vorsitzende, Aiman Mazyek: "Wir erleben eine neue Dimension des Hasses" (MOPO24 berichtete).

Seit Jahresbeginn hat die Zahl der Anfeindungen und Drohungen zugenommen. Sein Verband wollte den zunehmenden Ressentiments mit Aufklärung und Besonnenheit entgegentreten.

Am Sonntag gibt er im Interview mit der Osnabrücker Zeitung zu bedenken: "Polizei, Staatsschutz und Staatsanwaltschaft sind eingeschaltet. Wir erhalten immer mehr Briefe, Mails und Telefonate, die offen zu unserer Vernichtung aufrufen und in denen dem Verband mit Anschlägen gedroht wird.“

Aiman Mazyek betonte weiter, Polizeischutz sei nun permanent notwendig. „Ich hätte es nie für möglich gehalten zu sagen: Es reicht nicht mehr, wenn die Polizei von Zeit zu Zeit Streife fährt. Unsere Mitarbeiter haben richtig Angst, wie sich überhaupt auch viele muslimische Frauen nicht mehr auf die Straßen trauen.“

Ähnlich besorgt äußerte er sich bereits in dieser Woche in der Sendung MAISCHBERGER (ARD).

Foto: imago


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0