Jugendliche zerstören Laden und nutzen Regalböden, um Detektive zu verprügeln

Bereits im Personentunnel des Hauptbahnhofs sollen die sieben Syrer auffällig gewesen sein.
Bereits im Personentunnel des Hauptbahnhofs sollen die sieben Syrer auffällig gewesen sein.  © Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Essen - Für die drei Mitarbeiterinnen (29, 32 und 48 Jahre alt) einer Tchibo-Filiale im Essener Hauptbahnhof war es ein riesiger Schock: Plötzlich stand eine Horde streitender Männer in ihrem Geschäft. Die Auseinandersetzung endete mit der Zerstörung und Schließung der Filiale.

Sieben Syrer im Alter zwischen 13 und 18 Jahren waren mit zwei 26-jährigen Ladendetektiven in Streit geraten. Die Gruppe sei den beiden bereits im Personentunnel des Hauptbahnhofs aufgefallen, wie sie in ihrer späteren Vernehmung gegenüber der Polizei erklärten.

Die Jugendlichen seien dort mit einer unbekannten Frau aneinander geraten. Der Streit blieb verbal und endete so schnell, wie er angefangen hatte.

Allerdings sollen sie danach weiterhin nach Streit gesucht haben, teilt die Bundespolizei in einer Presseerklärung mit. Die Detektive forderten die Jugendlichen auf, sich ruhig zu verhalten.

Das nahmen die allerdings lediglich zum Anlass, die beiden sofort zu attackieren. "Die körperliche Auseinandersetzung hätte sich dann in die Tchibo Filiale verlagert, wo die Syrer nach Zeugenaussagen Teile der Regale herausgerissen und Stangen und Regalböden zum Angriff auf ihre beiden Opfer genutzt hätten", heißt es in der Mitteilung weiter.

Der Streit zwischen den Jugendlichen und den Ladendetektiven verlagerte sich in die Tchibo-Filiale.
Der Streit zwischen den Jugendlichen und den Ladendetektiven verlagerte sich in die Tchibo-Filiale.  © Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Zivile Fahnder der Bundespolizei eilten zur Hilfe und alarmierten zugleich weitere Einsatzkräfte. Einer der 26-jährigen Ladendetektive erlitt bei den Angriffen durch die Jugendlichen so schwere Verletzungen, dass er in eine Klinik eingeliefert werden musste.

Erst mit Verstärkung konnte die Gruppe überwältigt werden. "Bei der Durchsuchung der Jugendlichen konnte im Schuh eines 14-Jährigen ein sogenanntes Winzermesser sichergestellt werden. Ob das Messer zum Einsatz kam, müssen weitere Ermittlungen ergeben."

Beweismaterial wie Videoaufnahmen wurden sichergestellt. Sechs der Angreifer sollen aus Mülheim an der Ruhr stammen. Ein 14-Jähriger kommt nach Angaben der Bundespolizei aus Preußisch Oldendorf. Keiner der sieben Verdächtigen soll der deutschen Sprache mächtig gewesen sein.

Gegen die Syrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch eingeleitet.

Die Tchibo-Filiale musste noch am gleichen Tag geschlossen werden. Die Zerstörung war einfach zu groß. Die Mitarbeiterinnen standen dermaßen unter Schock, dass sie zu dem Vorfall kaum Angaben machen konnten.

Die Syrer zerstörten den Laden.
Die Syrer zerstörten den Laden.  © Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Regalböden und Stangen nutzten die 13- bis 18-Jährigen, um die Ladendetektive damit zu verprügeln.
Regalböden und Stangen nutzten die 13- bis 18-Jährigen, um die Ladendetektive damit zu verprügeln.  © Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Die Filiale musste nach der Zerstörung geschlossen werden.
Die Filiale musste nach der Zerstörung geschlossen werden.  © Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Titelfoto: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin


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